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„Eine großartige Erfahrung“

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Von: Christian Schäfer

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24 Stunden Übung Feuerwehr Zorneding
Mittels des Drehleiterkorbes an dem eine Krankentrage befestigt werden kann, wird der Patient vom Dach auf Erdgleiche gebracht. © privat

Die Freiwillige Feuerwehr Zorneding führte eine 24-Stunden Großübung mit neun Einsatzszenarien durch. Besonders gefordert war dabei die Jugendfeuerwehr

Zorneding - Vom 15. auf den 16.10. Oktober fand eine groß angelegte 24-Stundenübung der Freiwilligen Feuerwehr Zorneding statt. Simuliert wurde von 9 bis 9 Uhr der Alltag auf einer Berufsfeuerwehrwache: Arbeitsdienst, Sport, theoretische Schulungen, Freizeit – unterbrochen durch Übungseinsätze. Insbesondere die Feuerwehrjungend sollte so einen tiefgehenden und realitätsnahen Einblick in die Arbeitsweise ihrer Feuerwehr bekommen und wertvolle Erfahrungen sammeln. Die 24-Stunden-Schicht startete mit Fahrzeugübernahme und Einteilung der Fahrzeugbesatzungen. Lediglich Aufgaben, die eine bestimmte Ausbildung und ein Mindestalter von 18 Jahren voraussetzen, übernahmen die Mitglieder der aktiven Wehr. Im Lauf der Übung wurde die Jungfeuerwehr im Rotationsprinzip auf die fünf Fahrzeuge des Löschzugs verteilt, um ihnen die Unterschiede und Besonderheiten von Fahrzeug und Gerät näherzubringen. Unterstützung erhielten die Mädchen und Jungen durch ihre Kameraden aus Zorneding, die Freiwillige Feuerwehr Pöring und die Aicher Ambulanz München.

Abgearbeitet wurde ein breites Einsatzspektrum: Dieses umfasste unter anderem einen Werkstattbrand am Bauhof Zorneding mit Einsatz von schwerem Atemschutz, eine Personenrettung von einem Dach über die Drehleiter, eine unter einem Container eingeklemmte Person sowie die Suche von einer vermissten Person im Wald bei Dunkelheit.

Der Kern des Organisationteams bestand aus vier Feuwehrlern, die von zahlreichen Statisten, Zug- und Gruppenführern, Maschinisten, Trägern von schweren Atemschutzgeräten sowie Feuerwehleuten aus der aktiven Wehr unterstützt wurden.

Um den Tagesablauf optimal zu gestalten, wurden die Aufgaben mit Hilfe von Schichtplänen organisiert und auf die Teilnehmer verteilt. Auf dem Programm standen, neben Arbeitsdienst und Sport, auch gemeinsames Kochen, Filmschauen und theoretische Schulungen – immer wieder unterbrochen von Übungsalarmen.Dazwischen blieb noch genügend Menge Zeit, um mit den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Pöring fachzusimpeln oder die Arbeitsabläufe des Rettungsdienstes noch besser kennenzulernen. Jugendliche und Aktive konnten wertvolles Wissen sammeln und ihren Erfahrungshorizont ausbauen, wie an den zahlreichen Fragen und dem intensiven Austausch untereinander deutlich wurde.

Maximilian Mangstl, Kommandant der Feuerwehr Zorneding zeigt sich begeistert: „Es freut mich, dass sich insbesondere unsere Jugendlichen hochmotoviert an der Übung beteiligt haben. Heutzutage ist es nicht mehr selbstverständlich, dass sich junge Menschen so engagiert für die Allgemeinheit einsetzen möchten. Mein spezieller Dank gilt an dieser Stelle dem Organisationsteam, dem Rettungs-dienst und den zahlreichen aktiven Feuerwehrleuten, die zum Gelingen der Übung beigetragen haben.“

Amelie Huber, Sprecherin der Jugendfeuerwehr Zorneding, ergänzt: „Für uns Jugendliche ist die 24-Stundenübung eine gute Gelegenheit, die vielfältigen Aufgaben unserer Feuerwehr näher kennenzu-lernen. Wir durften unter fachkundiger Anleitung Aufgaben und Rollen übernehmen, die im echten Einsatz nur den aktiven Feuerwehrleuten vorbehalten sind. Eine großartige Erfahrung.“

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