Sechs Mal 1,0

Vaterstettener Abiturjahrgang überzeugt mit Herz und Leistung

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Schulleiter Rüdiger Modell und Landrat Robert Niedergesäß (hinten) übergaben die Stiftungspreise an Lovis Gradl, Pia Just, Linda Heide, Johanna Schneeberger, Melika Hagayagh und Hannah Müller (von links).

Über ein Drittel der Vaterstettener Abiturienten haben eine 1 vor dem Komma.

Vaterstetten – „Habemus Abitur!“ verkündeten die Abiturientinnen Corinna Lehr und Alina Zandron stolz während ihrer Rede bei der Abiturzeugnisverleihung im Humboldt-Gymnasium. Weißer Rauch stieg zwar nicht auf, aber auch so können die Vaterstettener Absolventen stolz sein auf ihre Leistung. 65 der 183 Abiturienten haben eine Eins vor dem Komma stehen, sechs davon schafften sogar die Traumnote 1,0: Emma Domke, Felix Edelmann, Linda Heide, Laura Kraeker, Johanna Schneeberger und Alexander Spiridonov. Für viele Schüler gab es zudem weitere Auszeichnungen in den Fächern Religion, Latein, Chemie, Biologie, Physik und Mathe. 

Apropos Mathe: Der Vaterstettener Notenschnitt bei der berüchtigten Abiprüfung im Fach Mathe beträgt 3,0. Zum Vergleich: der bayernweite Durchschnitt liegt bei 3,26. So war es kein Wunder, dass Schulleiter Rüdiger Modell den diesjährigen Abiturjahrgang lobte und als sehr sympathisch bezeichnete – und dass, obwohl auch dieser Jahrgang den Winter traditionsgemäß dazu genutzt hatte, die Eingangstüren der Schule mit Schnee zuzuschaufeln und dafür eine ordentliche Standpauke kassiert hatte. Zur Versöhnung erhielt Modell nun von seinen Schülern eine liebevoll verpackte Schneeschaufel, auch wenn ein Ventilator angesichts der heißen Temperaturen in der Turnhalle in diesem Moment sicher willkommener gewesen wäre. Modell rief die Absolventen dazu auf, sich in der Gesellschaft zu engagieren und diejenigen nicht aus dem Blick zu verlieren, die nicht mit so guten Voraussetzungen ins Leben starten konnten. Dass der Abiturjahrgang das schon vor Modells Rede beherzigt hat, bewies er gleich zweifach: So hatten die Absolventen am Tag zuvor im stimmungsvollen Abschlussgottesdienst zu Spenden für „World Vision“ aufgerufen, um damit Kindern den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Zum anderen hatten die jungen Leute in Eigenregie eine stabile Rampe organisiert, die es auch ihrer Mitschülerin Johanna Schneeberger, die im Rollstuhl sitzt, ermöglichte, ihr Zeugnis auf der Bühne entgegenzunehmen – etwas, was für die übrigen Absolventen selbstverständlich ist. 

Bei früheren Gelegenheiten hatte Johanna mangels Rampe ihre Urkunden nämlich stets neben der Bühne in Empfang nehmen müssen, doch damit wollten ihre Freunde sich bei der Abiturfeier nicht zufrieden geben. Für Johanna lohnte sich diese Rampe gleich mehrfach, denn sie hat nicht nur das Abitur mit 1,0 bestanden, sondern erhielt neben weiteren Ehrungen auch das MINT EC-Zertifikat für ihre Leistungen in Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Zudem ist sie erste Preisträgerin im Fach Deutsch bei der schuleigenen Stiftung Eliteförderung. Diese wurde 2003 vom kürzlich verstorbenen Stifter Franzjosef Höfler ins Leben gerufen, um herausragende Leistungen in den Fächern Deutsch und Französisch zu würdigen.se

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