Peter verlässt Vaterstettener Pfarrgemeinderat

Abschied nach 24 Jahren

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Christian Peter und seine Frau Rosemarie (Bildmitte) mit Diakon Helmut Wetzel, Pfarrer Thomas Kratochvil, Pfarrer Hans-Joachim Brennecke, Pastoralreferentin Ingrid Karl und Diakon Gerd Jansen (von links).

Christian Peter aus Vaterstettener Pfarrgemeinderat verabschiedet. In der DDR fing vor 50 Jahren alles an

Vaterstetten – Vor 50 Jahren trat Christian Peter in Dresden erstmals in den Pfarrgemeinderat ein, seit 24 Jahren ist er in Vaterstetten in diesem Gremium aktiv. Nun wurde er aus seinem Amt verabschiedet, denn bei den Neuwahlen im Februar tritt er nicht mehr an. Als Folge des Zweiten Vatikanischen Konzils wurden ab 1968 in den meisten deutschen Diözesen Pfarrgemeinderäte eingeführt, Gremien, die sich aus gewählten Laien und den jeweiligen Seelsorgern der Pfarreien zusammensetzen. 

Peter, der sich schon als Jugendlicher als Ministrant engagiert hatte, war also ein Mann der ersten Stunde, als er 1968 in Dresden 21-jährig in das Gremium eintrat und eineinhalb Jahre später dessen Vorsitz übernahm. Da er jedoch als aktiver Gläubiger in der damaligen DDR häufig Repressalien ausgesetzt war, stellten er und seine Frau Rosemarie 1982 einen Ausreiseantrag, der Ende 1983 bewilligt wurde. In Westdeutschland angekommen, engagierte Peter sich ab April 1984 im Pfarrgemeinderat der Pfarrei Bruder Klaus in Waldtrudering und zehn Jahre später, nach dem Umzug nach Vaterstetten, in der Pfarrei „Zum Kostbaren Blut Christi“, wo er 1996 den Vorsitz übernahm und bis heute innehat. Pfarrer Thomas Kratochvil, der selbst im Jahr 2002 in die Pfarrei kam, würdigte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Peter als „großes Geschenk und Bereicherung.“ Peter sei stets loyal, könne aber auch Kritik konstruktiv anbringen. 

Peters Fähigkeiten als Vernetzer und Brückenbauer waren besonders gefragt, als 2008 der Pfarrverband aus den Pfarreien von Vaterstetten und Baldham errichtet und 2015 mit der Kuratie Neufarn nochmals erweitert wurde. Aus den Pfarrgemeinderäten aller beteiligten Pfarreien wurde ein gemeinsamer Pfarrverbandsrat gebildet, dessen Vorsitzender Peter seit 2008 ist. Aktiv setzte Peter sich auch stets dafür ein, die Kirche im gesellschaftlichen Leben Vaterstettens zu verankern, etwa beim Volksfesteinzug oder beim Straßenfest. Auf seine Initiative geht auch die beliebte Vaterstettener Chornacht zurück, außerdem ist Peter im Advent aus Nikolaus unterwegs. Die Erlöse aus diesen Einsätzen spendet er an wohltätige Zwecke. Und ganz nebenbei ist Peter auch noch als Schauspieler bei der Vaterstettener Brettlbühne aktiv, nachdem er schon in jungen Jahren in der DDR als Kabarettist aufgetreten war. Nun wird es Zeit, etwas kürzer zu treten: „Wir haben zum Glück sehr viele aktive jüngere Leute“, sagt der 71-Jährige im Hinblick auf die bevorstehenden Pfarrgemeinderatswahlen. Zum Dank für sein langjähriges Engagement bekam er von den Seelsorgern des Pfarrverbandes einen Gutschein für einen Wellness-Aufenthalt in Südtirol. se

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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