Kein Georg, kein Bürgermeister

Launiger Vortrag über Pörings Geschichte

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In einer Kriegschronik wird an Josef Amerell, Soldat im 1. Weltkrieg, erinnert.

Franz Pfluger hielt einen launigen Vortrag über Pörings Geschichte. Ein imposanter Fakt: Das Bevölkerungswachstum in den letzten 80 Jahren

Pöring – Franz Pfluger ist Altbürgermeister von Zorneding und Einheimischer mit Herz und Seele. Er kennt sich aus mit der Geschichte seiner Heimat, aber er will immer noch mehr wissen. So holte er sich Informationen und historisches Bildmaterial aus dem örtlichen Pfarrarchiv, dem Hauptstaatsarchiv und dem Diözesan-Archiv. Seine Interessen: Pörings Vergangenheit, seine Höfe, seine Namen. 

Seine gesammelten Materialien trug er dann im vollbesetzten Vortragssaal der Pöringer Feuerwehr vor: Burg, Edelsitz, Schloss und stattliche Bauernhöfe konnte dieser Ortsteil der Gemeinde Zorneding in seiner Entwicklung aufweisen. Erst die Gebietsreform 1978 führte zur Auflösung der Gemeinde - gegen den massiven Widerstand der Pöringer - und Eingemeindung nach Zorneding. Pfluger gab auch immer wieder Anekdoten zu den ehemaligen Bürgermeistern zum Besten. „Wer nicht Georg g´heißn hat, der ist auch nicht Bürgermeister geworden“, anspielend auf die auffallend vielen Ortsoberhäupter mit diesem Vornamen, siehe zuletzt Georg Wimmer. Dass im zweiten Weltkrieg die Amerikaner und Engländer beim Bombenabwurf auf die Bahngleise leider unpräzise agierten, das mussten dann damals bedeutende Einrichtungen wie etwa die Ziegelei hinnehmen. 

Und er zeigte Bilder von ganz früher, wo es auf einem Hof noch zwingend war, eine große Bank an einer Hauswand aufzustellen, denn hier traf man/frau sich, um zu ratschen; heute leider nicht kaum mehr vorstellbar. Pfluger nennt alte, teils vergangene Namen ortsprägender Persönlichkeiten: Kramer (Schindelmaierhaus), Huber (Fuhrunternehmer), Obermayr (Hof erstmals erwähnt in 1190). 1940 gab es im Ort nur 500 Einwohner, sechs Jahre später waren es aufgrund der zugezogenen Vertriebenen schon 900. 1977, also ein Jahr vor der Eingemeindung zählte man bereits 2.200 Personen. Und: Der erste Maibaum wurde wohl erst 1893 in Pöring aufgestellt. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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