Runder Tisch der Landwirtschaft

Annäherung durch Dialog

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Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes haben am Runden Tisch im Landratsamt Ebersberg mit Naturschutzbehörden diskutiert.

Landwirtschaft und Naturschutz – grundsätzlich ein Spannungsfeld. Beim runden Tisch im Landratsamt gab es erfolgreiche Ergebnisse

Landkreis – Erfolgreiche Ergebnisse hat der „Runde Tisch Landwirtschaft“ erarbeitet, den Landrat Robert Niedergesäß bereits 2014 initiiert hatte. Ziel war ein wechselseitiger Dialog im Spannungsfeld zwischen landwirtschaftlicher Flächennutzung und Naturschutz. Immer wieder kam es zuvor zu Konflikten und Problemen zwischen den Interessen der Landwirtschaft und denen des Naturschutzes. „Ich bin allen Teilnehmern am Runden Tisch sehr dankbar für die konstruktive Diskussion der letzten Jahre und die Ergebnisse, die sicher sehr hilfreich für die zukünftige Zusammenarbeit sein werden“, so das Fazit des Landrates. Am Runden Tisch mitgearbeitet haben Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes, des Amtes für Ernährung und Landwirtschaft (AELF), der Unteren Naturschutzbehörde (UNB), des Sachgebietes Staatliches Abfallrecht, Immissionsschutz am Landratsamt, des Naturschutzbeirates, der Waldbesitzervereinigung, des Landschaftspflegeverbandes und der Gemeinden. Zusammen mit einem Schreiben des Landrates haben alle Land- und Forstwirte im Landkreis den ausführlichen Abschlussbericht kürzlich über den Bauernverband erhalten. Darin sind aktuelle Kernthemen für potenzielle Konflikte und die dazu gefundenen Lösungen zusammengefasst. Ein Beispiel wäre der Waldwegebau. Hier hat man vereinbart, dass grundsätzlich nur in einer Anlage aufbereitete und güteüberwachte Recyclingbaustoffe für neue Waldwegebaumaßnahmen verwendet werden. Ein weiteres Beispiel ist das Aufbringen von Oberboden zur Bodenverbesserung auf landwirtschaftlich genutzte Flächen. Hier ist man übereingekommen, dass reine Moorböden grundsätzlich nicht mit mineralischem Boden verbessert werden sollen. Ausgleichsflächen sind ein anderes Thema, das Konflikte in sich birgt. Hier hat die UNB mit der sogenannten „Produktionsintegrierten Kompensationsmaßnahme“ ein Programm ins Spiel gebracht, bei dem die Umnutzung landwirtschaftlicher Produktionsflächen bei Ausgleichsmaßnahmen künftig reduziert werden kann. Klargestellt wurde zum Beispiel auch, dass es weder im Interesse der Landwirtschaft noch der UNB liegt, hochwertige landwirtschaftliche Flächen als Ausgleichsflächen heranzuziehen. Ein weiteres Ergebnis ist, dass der Landkreis künftig das Vorkaufsrecht für den Naturschutz nur äußerst zurückhaltend und nur in besonderen Einzelfällen ausüben, aber mit den Beteiligten ins Gespräch kommen möchte, um etwa eine naturschutzfachliche Aufwertung des Grundstückes zu erreichen. Zu allen Themen erhalten Interessierte Informationen bei der Unteren Naturschutzbehörde. Im Internet findet man sie unter www.lra-ebe.de in der Rubrik „Bau und Umwelt“. Per E-Mail kann man unter naturschutz@lra-ebe.de Kontakt aufnehmen. red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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