Vortrag im alten kino Ebersberg

Gibt es eine Rettung für den Regenwald?

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Klaus Schöffel von der Kreisgruppe des Bund Naturschutz und Sprecher der Kreisgruppe Ebersberg hat den Vortrag organisiert in Zusammenarbeit mit dem Museum Wald und Umwelt

Antonio Andrioli aus Brasilien promovierte mit dem Thema „Sojaanbau“ und hält am 13. Februar im alten kino einen Vortrag.

Ebersberg – Der Regenwald am Amazonas brennt und gentechnisch veränderte Soja wächst in Brasilien als Monokultur auf einer Fläche so groß wie Deutschland. Durch den Soja-Anbau kommt es zu Menschenrechtsverletzungen, die Indigenen und Kleinbauern werden vertrieben. Für diesen Anbau braucht es auch massiven Pflanzenschutz, so ist Brasiliens Landwirtschaft Weltmeister bei chemischen Spritzmitteln. Diese negativen Schlagzeilen kennzeichnen seit Monaten die aktuelle Lage in Brasilien. Aber was ist der Ausweg aus dieser hoffnungslos erscheinenden Situation? Prof. Dr. Antonio Andrioli aus Brasilien kann hier Auskunft geben, schließlich befasst er sich seit vielen Jahren mit dieser Problematik. 

Er hat in Deutschland studiert und mit dem Thema “Sojaanbau“ promoviert und hält am 13. Februar um 19.30 zu diesem wichtigen Thema einen Vortrag im Alten Kino in Ebersberg. Mit Prof. Andrioli hat der Bund Naturschutz einen ausgewiesenen Experten gewinnen können, der die komplexen Zusammenhänge in seinem Vortrag erläutern wird. Ihm ist vor kurzem der Bayerische Naturschutzpreis – die höchste Auszeichnung des Bund Naturschutz - verliehen worden. Damit werden seine großen Verdienste für den weltweiten Schutz einer gentechnikfreien Landwirtschaft, sein großes soziales Engagement für die Rechte der Kleinbauern, Indigenen und Landlosen und für eine unabhängige Forschung gewürdigt. 

Trotz großer politischer Widerstände und persönlicher Anfeindungen in Brasilien wird er nicht müde, die Menschen über die menschenverachtenden Machenschaften der Agro-Gentechnik-Industrie aufzuklären und die Umweltzerstörung, den Pestizideinsatz und die Vertreibung der Kleinbauern anzuprangern. Durch die Einfuhr von Millionen Tonnen Soja-Futtermittel aus Brasilien in die EU sind wir als Verbraucher mit verantwortlich für die fortschreitende Zerstörung des Regenwaldes und die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen. Prof. Andrioli warnt deshalb auch vor den negativen Folgen des Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten (Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay). Europa würde mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen überschwemmt, die nicht den Umweltstandards der EU entsprechen und in Brasilien würde die Zerstörung von Naturräumen noch schneller voranschreiten.

Organisiert hat den Vortrag die Kreisgruppe des Bund Naturschutz in Zusammenarbeit mit dem Museum Wald und Umwelt. Und wie Klaus Schöffel, der Sprecher der Kreisgruppe Ebersberg richtig sagt, „geht uns das Thema alle etwas an“. Nach dem Vortrag besteht ausreichend Gelegenheit zu Fragen und Diskussion. Vortrag von Prof. Dr. Antonio Andrioli am 13. Februar um 19.30 Uhr im Alten Kino in Ebersberg. at

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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