Aus dem Zornedinger Gemeinderat

Neuer Verkehrsfluss in Zorneding gerät ins Stocken

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Der Schmiedweg soll von der Bahnhofstraße aus zur Einbahnstraße werden

Zweimal wurde im Zornedinger Sitzungssaal diskutiert. Anlass: Ein Antrag von SPD und FDP, den Verkehrsfluss in der Lindenstraße und am Schmiedweg neu zu ordnen.

Zorneding – Dies führte sowohl in der vorberatenden Sitzung des Grundstücks-, Bau- und Umweltausschusses als auch am übernächsten Abend bei der Gemeinderatssitzung zu einem komplett besetzten und nachbestuhlten Besucherbereich. Besonders Anwohner aus der Lindenstraße interessierten sich für den Vorschlag im Antrag, diesen Verkehrsweg am östlichen Ende zur Lorenz-Stadler-Straße hin für PKW-Verkehr zu öffnen. Begründung: 

Da seit vielen Jahren die Lindenstraße ab der Schulstraße quasi eine Sackgasse ist, müssen Autofahrten Richtung Kirchseeon mit einem hunderte Meter langen Umweg über den Schmiedweg zur Münchner Straße zurückgelegt werden. Außerdem soll der Schmiedweg in seinem östlichen Teil zur Einbahnstraße in Richtung Westen – also Richtung München umgewandelt werden. Anlass hierfür scheinbar die neue Kinderbetreuungsstätte, welche just am Tag der Gemeinderatssitzung ihren Baubeginn erlebte. Im SPD-/FDP-Antrag war überdies gewünscht, dass die Strecke zwischen Linden- und Wasserburger Landstraße beim Alpenvereinshaus für PKWs und als verkehrsberuhigte Zone geöffnet werden solle. Den verkehrsberuhigten Forderungen erteilte Bürgermeister Piet Mayr nach Rücksprache mit Polizei und Landratsamt eine klare Absage. Lediglich eine 30er-Zone wäre dort möglich. 

Und von Seiten der CSU gab es zur neuen Verkehrsplanung ein massives „Nein“. Der Verkehr würde in der Lindenstraße zunehmen und bei einer Ertüchtigung der Fahrstrecke am Alpenvereinshaus nehme der Schleichverkehr zu. Was in der Ausschusssitzung noch nach klarer Befürwortung des Antrags auch von Seiten der Grünen und der Freien Wähler aussah, wurde in der folgenden Gemeinderatssitzung schon ein wenig bröckliger. Nach einem endlos erschienen Austausch der Argumente und besonders persönlicher Stellungnahmen ohne Fraktionszwang für die Parteikollegen, forderte CSU-Rätin Pfluger ein Ende der Debatte. 

Doch letztendlich entschied man sich auf das Verschieben eines Beschlusses. Für Pöring hätte es auch zunächst genügend Zeit für ein Verkehrsgutachten gegeben, warum also im aktuellen Fall eine vorschnelle Entscheidung, so Pfluger, die damit die Ratsmehrheit hinter sich brachte. Somit wurde beschlossen, die Verkehrslage nach Eröffnung der Kita am Schmiedweg zu beobachten, daraus dann Schlüsse über nötige Maßnahmen zu treffen. Die rund 40 Besucher nahmen diese Vertagung wohlwollend zur Kenntnis. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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