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Kampf um Parkplätze in Kirchseeon

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Keine schöne Visitenkarte. Auch um die Renovierung des in die Jahre gekommenen Bahnhofsgebäudes ging es bei der letzten Gemeinderatssitzung in Kirchseeon. © Foto: osw

Für die Anwohner am Bahnhof in Kirchseeon ist es ein Ärgernis. Parkplätze werden oft von Pendlern belegt. Einen geforderten Bewohner-Parkausweis lehnt die Gemeinde jedoch ab

Kirchseeon – Seit gut zwei Jahren gelten in der Kirchseeoner Fritz-Litzlfelder-Straße Halteverbote - von Montag bis Freitag zwischen 7 und 18 Uhr. Eingeschränkte Halteverbote insofern, als mit Parkscheibe zwei Stunden lang der PKW dort abgestellt werden darf. Am Wochenende wird uneingeschränkt geparkt. 

Dann stört es wohl die Anwohner auch nicht, dass „fremde“ Fahrzeuge dort stehen, da aufgrund der geringeren Pendlerzahl noch genügend Parkraum vorhanden ist. Unter der Woche ist dem freilich nicht so. Daher ging in der Verwaltung ein Schreiben eines Anliegers ein, der sich über die Belegung der Flächen durch Pendler beschwerte. Käme er spät nachmittags nach Hause, seien die Stellplätze zumeist besetzt.

Daher forderte er die Einführung von Bewohnerparkausweisen, was die bevorzugte Benutzung für diese Zielgruppe erlauben würde, so Bürgermeister Udo Ockel in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderats, an der auch Jan Paeplow - Ockels möglicher Nachfolger als Gemeindeoberhaupt - als Besucher teilnahm. Mit so einem Ausweis wird geregelt, dass ein Fahrzeug auch über längere Zeit in einem ansonsten befristet geltenden Halteverbot abgestellt werden darf. Dass es nicht wenige Pendler gebe, die sich um die Halteverbotszeit nicht scheren würden, zeigte Ockel Einsicht Der Kontrolldruck durch Überwachungskräfte sei eben nicht hoch genug. Das wüssten die Pendler, nützten das aus. 

Nur: Sollte auf dieser Straße der Bewohnerparkausweis gelten, dann würden viele andere Anlieger in weiteren Straßen danach rufen. Auch Gewerbetreibende am Markplatz würden Gefallen an so einer Maßnahme finden. Und diese Folgeanträge wolle man vermeiden, so der Sitzungsleiter, dem aber laut Sachvortrag durchaus bewusst war, dass im Umfeld von Geschosswohnungsbauten aus den 60er- und 70er-Jahren ein niedriger Parkplatzschlüssel bestand. Einstimmig waren die Ratsmitglieder dafür, keine Zonen für Bewohnerausweise einzuführen. 

Á propos Pendler: Grünen-Rat Rüdiger Za bat die Verwaltung, sich an die Deutsche Bahn zu wenden, dass diese doch bitte das Stationshaus an der Haltestelle in Kirchseeon aufhübschen oder renovieren möge. Denn das Gebäude vergammelt seit Jahren sichtbar. Und, so Za weiter, sei der Anblick nicht nur für Ortsansässige, sondern auch für Ortsfremde eine ziemliche Zumutung. Der Bürgermeister werde gerne die zuständige Stelle anschreiben. Zudem hätte die Gemeinde vor Jahren schon bei der Bahn angefragt, ob das Haus denn käuflich erworben werden könne. Dies wurde aber vom Eigentümer abgelehnt. osw

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