Aus dem Egmatinger Gemeinderat

Kampf um einen Baum in Egmating

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Um diesem Baum in der Siedlungsstraße „Am Ried“ dreht sich der Streit

Anwohner möchten einen Ahornbaum vor ihrem Haus fällen, doch die Gemeinde stellt sich dagegen

Egmating – Die Geschichte spielt „Am Ried“, einer Siedlungsstraße in Egmating. Dort richten zukünftige Bewohner derzeit ein Haus her, das sie bald beziehen wollen. Vor dem Einfamilienhaus haben sie sich Stellplätze genehmigen lassen, weil die Parksituation in der Siedlungsstraße schwierig ist. Doch dort, wo die Parkplätze entstehen sollen, steht auch ein großer Ahornbaum, etwa 20 Jahre alt, auf Gemeindegrund. Also stellte man im Egmatinger Rathaus einen Antrag, den Baum fällen zu dürfen. 

Doch die Egmatinger Gemeinderäte entschieden geschlossen dagegen. Einerseits, weil sich bei einer Ortsbesichtigung ergeben habe, dass die Stellplätze auch mit dem Baum befahren werden können – und andererseits, weil in der dortigen Siedlung eine ganze Allee an Ahornbäumen gepflanzt ist und man das „geschlossene Ensemble“ durch Fällen einzelner Bäume nicht zerstören wolle. 

Den Eigentümern gefällt dieses Ergebnis freilich nicht. Nicht nur, weil ihnen der Baum zu groß ist, sie haben vor allem Angst, dass seine Wurzeln die Ver- und Entsorgungsleitungen beschädigen könnten, denn überall dort, wo Wasser ist, wachsen die Wurzeln hin. Aus Sicht der Eigentümer stelle der Ahornbaum deshalb ein Sicherheitsrisiko dar. Im Zuge der Erdarbeiten zu den neuen Stellplätzen habe man bereits festgestellt, dass Wurzeln längst im Kanalschacht wachsen. Und vom Stromversorger hätte man erfahren, dass es eine Verordnung gäbe, die Bäume in der Nähe von Leitungen verbietet. So dürfe auch über den Stromkabeln nicht alles gepflanzt werden, erzählt die Eigentümerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. 

„Die Gemeinde hat doch eine Daseinsfürsorge,“ erklärt sie. Man will dem Gemeinderatsbeschluss auf jeden Fall widersprechen. „Ein Baum in dieser Größenordnung gehört eigentlich in den Wald.“ Doch zunächst wolle man den Sachverhalt prüfen. „Auf jeden Fall gehen wir davon aus, dass die Gemeinde für Schäden haftet, die durch die Wurzeln entstehen.“Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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