"Energiewende ist die Schicksalsfrage der Menschheit"

"Der Erhalt des Forstes ist uns wichtig" - Der Arbeitskreis Pro Windenergie im Ebersberger Forst bezieht Stellung

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"Aus Gründen der Generationengerechtigkeit müsse bei der Energiewende gehandelt werden. Dazu gehören für den Arbeitskreis Pro Windenergie im Ebersberger Forst eben auch Windräder

Landkreis – Wenn Tatsachen „unklar, verzerrt oder unwahr dargestellt“ und somit Ängste bei der Bevölkerung geschürt werden, sei es umso wichtiger, dem entgegenzutreten. Dies habe die Leserbriefwelle zur möglichen Errichtung der Windkraftanlagen im Ebersberger Forst deutlich gemacht. „Jedem von uns ist der Erhalt des Ebersberger Forstes in seiner Gesamtheit ein Herzensanliegen. Wir sind Überzeugt, dass wir dem Ebersberger Forst durch die Errichtung von fünf Windrädern nicht schaden“, erklären die fünf Mitglieder des Arbeitskreises „Pro Windenergie im Ebersberger Forst“: Hans Vollhardt (Fördervereinsvorsitzender für das Museum Wald und Umwelt sowie die Umweltstation), Olaf Rautenberg (Kreisvorsitzender BUND Naturschutz), Hans Gröbmayr (Klimaschutzmanager und Geschäftsführung Energieagentur Ebersberg-München), Jochen Karl (Bund Naturschutzmitglied, Regionalbeirat, Kurator verschiedener Umweltausstellungen) sowie Naturschutz- und Regionalbeirat Dieter Mayerl.

Aus Gründen der Generationengerechtigkeit müsse man jetzt handeln, Energie einsparen und das Potential von Sonne und Wind nutzen. So wie dies beispielsweise bei der Hamberger/Brucker Windkraftanlage geschehe. Man gefährde beim Bau von fünf Windanlagen im Ebersberger Forst keine schützenswerten Tiere. „Wir lehnen es ab, die Erzeugung der Energie, die wir verbrauchen, anderen aufzubürden.

Der Arbeitskreis „Pro Windenergie im Ebersberger Forst“ (am Tisch v.li.): Hans Vollhardt, Jochen Karl, Olaf Rautenberg, Hans Gröbmayr und Dieter Mayerl.

Falsch sei die Behauptung, dass Landschaftsschutz des Ebersberger Forstes ausgehebelt werden sollen. Die mögliche Umzonierung habe keine Auswirkung auf den Straßenbau. Vielmehr sei richtig, dass der Kampf gegen den Klimawandel dem Erhalt der Natur dient. Nicht 1,5 ha, sondern 0,63 ha pro Windkraftanlage werden dauerhaft gerodet. Zwar werde – wie die Gegner der Windenanlagen schreiben – eine 16 Millionen Quadratmeter große Fläche untersucht, doch innerhalb dieser nur Standorte für die Windkraftanlagen gewählt, die aus naturschutzrechtlicher Sicht am wenigsten bedenklich sind. Wenn das Prüfungsergebnis positiv für die Windkraftanlagen ist, dann gelte dies für das Vorhaben fünf Windräder aufzustellen.

 Es gibt keine weiteren Planungen darüber hinaus, wie auch Landrat Robert Niedergesäß in einem Pressegespräch erklärte. Auch mit der offensichtlichen Mähr der Ebersberger Forst sei „das größte zusammenhängende, unzerschnittene Waldgebiete außerhalb der Alpen“ räumt der Arbeitskreis auf: 9.000 Hektar Forstfläche gebe es. Straßen durch den Ebersberger Forst haben: ST 2080 zehn Hektar und die ST 2086 fünf Hektar. Weitere 10 Hektar sind wassergebundene Straßendecken für die Anzinger Straße und die nach Eglharting führende. Ohne die Rückwege zur Holzentnahme gibt es insgesamt 175 Hektar Wegefläche. Für fünf Windkraftanlagen würden 3,15 Hektar gebraucht werden und dafür Ausgleichsflächen geschaffen. 

Kein Einzelinteresse, sondern eine Schicksalsfrage für die Menschheit sei die Energiewende und der Kampf gegen die globale Klimaerwärmung. Wer glaubt, zuerst müssten Länder wie China sich bessern, sollte sich bewusst werden, dass jährlich in USA 13 KW pro Stunde, in Deutschland 7,1 KW pro Stunde und in China 3,5 KW pro Stunde verbraucht werden. ar

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