Bericht der Arbeitsagentur Freising

Auswirkungen der Corona-Pandemie deutlich spürbar

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Corona trifft vor allem die Gastronomie hart

Der Corona-Virus trifft auch den regionalen Arbeitsmarkt hart. Durch den massiven Einsatz von Kurzarbeit werde jedoch verhindert, dass noch mehr Menschen arbeitslos werden, so Nikolaus Windisch von der Arbeitsagentur Freising

Landkreis – Der regionale Arbeitsmarkt steht weiter unter Druck. Die Zahl der Arbeitslosen ist in den Land-kreisen Dachau, Ebersberg, Erding und Freising im Mai 2020 erneut gestiegen, um 914 auf insgesamt 10.249 Personen. Dies entspricht einem Zuwachs von 9,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat und einem Plus von 60,3 Prozent im Vergleich zum Mai 2019. Die Arbeitslosenquote stieg von April auf Mai 2020 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,8 Prozent an. Im Mai 2019 lag sie bei 1,8 Prozent. 

„Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sind auf dem regionalen Arbeitsmarkt stark spürbar. Betroffen sind nahezu alle Wirtschaftszweige,“ so Nikolaus Windisch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Freising. „Deutlich wird aber auch: Der massive Einsatz von Kurzarbeit verhindert weiterhin, dass noch mehr Menschen arbeitslos werden. Viele Betriebe möchten ihre Mitarbeiter* halten.“ In den Monaten März bis Mai 2020 sind rund 5.500 Anzeigen auf Kurzarbeitergeld für rund 86.000 Mitarbeiter bei der Agentur für Arbeit Freising eingegangen. Die Anzeigen erfolgten aus verschiedensten Wirtschaftszweigen. Rund 45 Prozent entfielen auf den Einzelhandel, die Gastronomie und das Gesundheitswesen. Eine Anzeige wird vorsorglich gestellt. Das tatsächliche Ausmaß der Kurzarbeit kann erst nach Vor-liegen des konkreten Antrags auf Kurzarbeit und der darin aufgeführten tatsächlichen Mitarbeiterzahlen beurteilt werden. Es kann niedriger ausfallen. 

Positives gibt es vom Ausbildungsmarkt: „Die Ausbildungsbereitschaft der Arbeitgeber der Region ist trotz der schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin gut. Und das ist wichtig, denn Unternehmen, die heute Ausbildungs-plätze anbieten, verfügen in drei Jahren über Fachkräfte, die spätestens nach der Corona-Krise wieder dringend gebraucht werden,“ erläutert Windisch und appelliert deshalb an die Unternehmen, offene Ausbildungsstellen verstärkt an die Arbeitsagentur zu melden.

Landkreis Ebersberg 

Arbeitslosigkeit: Corona-Pandemie lässt Arbeitslosenzahlen steigen: Die Zahl der Arbeitslosen hat sich im Landkreis Ebersberg im Mai 2020 erneut erhöht, um 167 auf insgesamt 2.112 Personen. Dies entspricht einem Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat und einem Plus von 54,8 Prozent im Vergleich zum Mai 2019. Die Arbeitslosenquote stieg im Mai 2020 um 0,2 Prozentpunkte auf 2,6 Prozent an. Im Mai 2019 lag sie bei 1,7 Prozent. Personalnachfrage: Im Mai 2020 wurden dem Arbeitgeber-Service der Agentur für Arbeit Ebersberg 272 neu zu besetzende Stellen gemeldet (+94 Stellen im Vgl. zum Vormonat). Insgesamt befanden sich im Mai 2020 damit 1.383 Arbeitsangebote im Stellenpool der Ebersberger Arbeitsagentur. Zwischenbilanz Ausbildungsmarkt: Seit Beginn des Berufsberatungsjahres am 1. Oktober 2019 wurden der Ebersberger Arbeitsagentur 595 offene Berufsausbildungsstellen gemeldet (-11,9 Prozent im Vgl. zum Vorjahreszeitraum). Im Mai 2020 waren davon noch 363 Stellen unbesetzt. 521 Jugendliche auf Ausbildungssuche nahmen im selben Zeitraum das Beratungsangebot der Agentur für Arbeit wahr. Davon haben mittlerweile 311 junge Menschen einen Ausbildungsplatz gefunden, 210 Jugendliche sind noch auf der Suche. ha

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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