Traurige Geschichte aus dem Landkreis Ebersberg

Forstings Störche trauern

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Auch der zweite Nachwuchs der Forstinger Storchenpaares ertrinkt.

Fosting - Seit drei Jahren nistet auf dem stillgelegten Kamin der Brauerei Forsting ein Storchenpärchen. Im ersten Jahr stellte sich kein Nachwuchs ein, letztes Jahr und heuer waren kleine Störche zu sehen, als man mit einer Drohne ins Nest guckte. 

Und jetzt kommt das große Aber. Dadurch dass die Vögel auch Plastik als Nistmaterial verwenden, stellt sich bei Starkregen eine besondere Situation ein. Das Nest ist so gut und fest verbaut, dass dieses Material das eindringende Wasser nicht abfließen lässt und so die Jungen ertrinken. So geschehen letztes Jahr und auch heuer. Bernhard Brosig, zweiter Vorsitzende der Freien Wähler Forsting erzählt, dass das Pärchen nun schon zwei, drei Wochen nicht zu sehen war und pünktlich zum Flohmarkt kurz morgens auftauchten. „Auch Störche können trauern“, so der Mitorganisator vom Flohmarkt rund um die Brauerei. Am Anfang, als die Kleinen verstorben waren, flogen die Eltern regelmäßig zum Nest, beobachtete Brosig. Dann gab es größere Intervalle, bis sie jetzt ganz wegbleiben werden und hoffentlich nächstes Jahr wieder kommen, um es erneut zu versuchen. 

Die Knochen des verstorbenen Nachwuchses werden übrigens wieder mit in das „neue“ Nest eingebaut, welches gut 50 Kilogramm wiegen kann. Alternativ hat man schon überlegt, ihnen ein Nest zu bauen, wie man es in Haag schon versuchte. Aber die dortigen Störche nehmen das künstliche Nest nicht an. So bleibt wirklich nur zu hoffen, dass die Tiere nächstes Jahr nicht so viel Plastik finden, welches ihr Nest in solch eine tödliche Falle verwandelt. Tretner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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