Kinder, macht weiter so!

Jugendkulturpreis 2018

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Die Preisträger des Jugendkulturpreises 2018. Links daneben die Juroren Janis Michal und Max Bauer.

Auffallend kreative Beiträge: Jugendkulturpreis 2018 vergeben

Landkreis – Eines fällt auf: da sind junge Menschen am Werk, die Begabung und etwas zu sagen haben. Vergangenen Sonntag wurde im Studio an der Rampe – im obere Stockwerk der Galerie „Alte Brennerei” im Klosterbauhof - der diesjährige Jugendkulturpreis des Kreisjugendrings Ebersberg vergeben. 

44 Einreichungen hatte es gegeben. Kinder wie junge Erwachsene haben sich beteiligt. Weil man altersgerecht bewerten wollte, hat die fünfköpfige Jury (Babsi Lux, Anne Liebegott, Geraldine Frisch, Janis Michal und Max Bauer) die eingereichten Kunstwerke in drei Gruppen aufgeteilt, den Altersklassen entsprechend: jeweils drei Preise gab es für die Sieben- bis Elfjährigen, für die Zwölf- bis 16-Jährigen sowie für die 17-Jährigen und aufwärts. „Gerechtigkeit allerdings ist schwierig,“ betonte Max Bauer zu Beginn der Preisverleihung, ermutigte aber alle, auch diejenigen, die nicht ausgezeichnet wurden, unbedingt weiterzumachen, denn Kunst entstünde durch Beharrlichkeit. So sein Appell. „Die Einsendungen waren alle großartig, gewinnen können aber jeweils nur drei.“ 

Daumenkino, 3D-Druck, Film und Videospiel – alles war dabei

Thema der Ausschreibung war „Schöne neue Welt.“ Von Umweltverschmutzung, Zerstörung unserer Umwelt, Rettung der Welt, Umgang mit Internet, Migration, Welthunger, ungerechte Verteilung bis hin zu Trump – all das war in den künstlerischen Antworten der jungen Menschen auf das Ausschreibungsthema zu finden. Die Kinder und Jugendlichen stellen sich ganz offensichtlich den Problemen der Gegenwart. „Fast alle Künstlerinnen und Künstler haben das Thema kritisch oder visionär behandelt, was uns sehr gefreut hat,“ so Bauer. Und er betont: „Kunst hat die Aufgabe wachzuhalten. Und hier hat mancher sogar wach gerüttelt.“ Vom Daumenkino bis zum 3D-Druck, von Zeichnung bis Film und Videospiel war alles dabei. Die Jury war überwältig. 

Und dennoch musste sie eine Entscheidung treffen. „Ich kann Euch und Ihnen sagen, das war sehr schwierig,“ erklärt Bauer. Über sechs Stunden saß man Die Preisträger des Jugendkulturpreises 2018. Links daneben die Juroren Janis Michal und Max Bauer Foto: Kees zusammen und diskutierte. Das Studio an der Rampe war gut besucht. Alle warteten auf das Ergebnis der Juroren: Das Duo Kevin Xie und Florian Manara sowie Emil Teigan erhielten je einen mit 125 Euro dotierten zweiten Preis in der jüngsten Altersgruppe. Florian Manara schlug mit seiner Einzeleinreichung gleich nochmals zu: für seinen Film „Eisenbahn“ bekam er den mit 250 Euro versehenen ersten Preis. Der Jury gefielen die dynamischen Schnitte, das virtuos eingesetzte Bildmaterial und die Vision für eine Zukunft mit alternativer und regenerativer Energieversorgung. 

In der Klasse der Zwölf- bis 16-Jährigen gab es wiederum keinen dritten Preis. Jeweils mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurden die Collage von Emily Anna Frost und Johanna Delrieux, sowie der Stop Motion Film von Nico Langgasser, Elisabeth Gerster und Vivian Hauptmann, in dem sogar ein Brief der Tiere an die Menschen vorkommt. Der erste Preis in dieser Altersklasse ging an Andrea Studt, für ihr Bild „Konsum und Egoismus.“ Bei den jungen Erwachsenen bekam Milena Bugajska einen dritten Preis, dotiert mit 100 Euro, Franziska Wagner den mit 150 Euro versehenen zweiten Preis und David Ambarzumjan für sein Gemälde, das die Jury absolut überzeugt hat, einen ersten Preis samt Preisgeld von 250 Euro. Tatsächlich, man kann allen nur gratulieren. Nicht nur den Preisträgern, wahrlich allen Teilnehmern, Um es zu wiederholen: Kunst kann wachhalten. Das ist diesen jungen Menschen gelungen. 

Man kann sie alle ermutigen, unbedingt weiterzumachen. Sie besitzen wunderbare Kreativität und einen Willen zur Auseinandersetzung mit den Problemen unserer Zeit. Kinder, macht weiter so! Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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