Aus dem Ebersberger Stadtrat

Hindernisse für bezahlbaren Wohnraum in Ebersberg

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Parkplätze sind Mangelware, auch in Ebersberg. Deshalb müssen bei Neubauten auch entsprechende Stellplätze berücksichtigt werden.

Auflagen und Satzungen erschweren die Realisierung von bezahlbaren Wohnraum. Wie zum Beispiel in Ebersberg, wo die Stellplatzordnung in die Quere kommen könnte.

Ebersberg – Bezahlbarer Wohnraum ist gefragt und soll in diesem Fall für das Klinikpersonal der Kreisklinik Ebersberg errichtet werden. Denn ohne bezahlbaren Wohnraum findet die Kreisklinik keine neuen Mitarbeiter, die aber dringend für den Krankenhausbetrieb benötigt werden, wie der Geschäftsführer der Kreisklinik Stefan Huber immer wieder betont. 

Eigens zur Errichtung von „Bezahlbarem Wohnraum“ im Landkreis Ebersberg wurde das „gemeinsame Kommunalunternehmen - Wohnbaugesellschaft Ebersberg“, das WBE gKU gegründet. Die Formel, nach der das WBE gKU arbeitet, erscheint zunächst einfach: Die jeweilige Kommune, die Gemeinde, Stadt oder Landkreis stellt das Grundstück zur Verfügung und das WBE gKU baut mit den Mitteln des Förderprogramms des Freistaates Bayern (KommWFP) und betreibt die jeweilige Wohnanlage. Doch im Detail müssen hierzu auch zwei Satzungen berücksichtigt werden: Gemäß der Satzung des WBE gKUs ist der Mietpreis pro Quadratmeter beschränkt. 

Doch um günstige Mieten erheben zu können, darf der Wohnungsbau selbst nicht zu teuer werden. Zu den Abstrichen gehören beispielsweise, dass keine Balkone oder Kellerräume errichtet werden. Will die jeweilige Kommune Kellerräume oder gar Tiefgaragen haben, so muss die Kommune dafür andere Bauträger finden und diese bezahlen. Ein weiterer Knackpunkt ist die jeweilige kommunale Stellplatzordnung. 

Dies zeigte sich beim Beschluss des Kreistages, weitere Wohneinheiten auf dem Grundstück des Landkreises an der Pfarrer-Guggetzer-Straße zu realisieren. Nachdem auf dem Gelände südlich der Münchner Straße gegenüber der Kreisklinik nur vier statt der geplanten fünf Wohngebäude für das Klinikpersonal entstehen sollen, weil man aus Kostengründen ein Parkhaus und keine Tiefgarage bauen kann, will man die Option weitere Wohneinheiten auf dem Grundstück an der Pfarrer-Guggetzer-Straße nutzen. Aber auch hier werden nach der Ebersberger Stellplatzordnung Stellplätze erforderlich. Da die Stadt Ebersberg hierbei die Planungshoheit hat, obliegt es ihr, bei der Vorordnung Ausnahmen zu gestatten oder auch nicht. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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