Die Chemie muss stimmen

Das Ehrenamt im Landkreis – Bärbel Körner vom Schwungrad Ebersberg

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Ehrenamt - Portrait Bärbel Körner

Werde 1 von uns! Wir stellen Euch in unserer neuen Reihe Ehrenamtliche vor. Heute: Bärbel Körner

Ebersberg – „Geboren wurde ich vor 76 Jahren in Frankfurt, aufgewachsen bin ich in Essen, mitten im Kohlenpott. Von Beruf bin ich Sozialarbeiterin. Mit und für den Menschen zu arbeiten, ist mir wichtig. Im Jahr 1979 hat es mich mit meinem Mann und unseren drei Kindern nach verschiedenen Zwischenstationen nach Bayern, genauer gesagt nach Zorneding verschlagen. Inzwischen sind fünf Enkel dazu gekommen. Dort war ich bis zu meinem Wohnortwechsel ehrenamtlich im Verein „Das Alter erleben in Zorneding“ tätig. Mit Beendigung meiner Berufstätigkeit als gesetzliche Betreuerin bin ich dann vor 11 Jahren nach Ebersberg gezogen. Auch hier habe ich schnell Freunde gefunden, insbesondere auch durch mein Ehrenamt. 

Im Jahr 2009 wurde ein Kurs angeboten „EFI -Erfahrungswissen für Initiativen“, den ich besucht habe. Nach erfolgreichem Kursabschluss im Jahr 2009 stellte sich mir und den fünf anderen Teilnehmern die Frage: Was machen wir nun mit unserem Wissen? Wir kamen schnell auf die Idee, eine Freiwilligenagentur für Ebersberg zu gründen, denn so eine Anlaufstelle gab es bislang noch nicht. Unsere Aufgabe besteht also darin, Menschen, die ehrenamtlich tätig sein wollen an die richtigen Stellen zu vermitteln. Von Anfang an wurden wir von der Stadt Ebersberg tatkräftig unterstützt. Für den Start bekamen wir sogar ein eigenes Büro im Rathaus, zogen dann aber in die von-FeuryStraße 10 ins Familienzentrum um. Inzwischen hatten wir unsere Gruppe auch in „Schwungrad Ebersberg“ umbenannt und als gemeinnützigen Verein eintragen lassen, denn unser Ziel war es auch, Schwung ins Ehrenamt zu bringen, am Ehrenamt Interessierte mit Institutionen, die Unterstützung brauchen, zu verbinden. Da wir mit der Vermittlung Ehrenamtlicher noch nicht ganz ausgelastet waren, übernahmen wir im Juli 2016 von der „Seniorenkarte Grafing“ die Betreuung der Ebersberger Senioren, die noch selbstständig zu Hause leben, aber in manchen Dingen Unterstützung brauchen, seien es Fahrten zum Arzt oder zum Einkaufen, Begleitung bei Spaziergängen, Gartenarbeiten oder kleine Haushaltshilfen. Von Beginn an übernahm ich die Vermittlung der Helfer an die Senioren. Um beide Seiten kennenzulernen, besuche ich vorab sowohl die Helfer wie auch die Hilfesuchenden, da die „Chemie“ bei diesen doch sehr persönlichen Einsätzen stimmen muss. 

Inzwischen hat Schwungrad e.V. etwas mehr als 100 Mitglieder und 24 aktive Helfer. Mir macht diese Arbeit viel Freude, vor allem wenn ich sehe, dass es mal wieder mit der Vermittlung geklappt hat und der Senior dankbar ist für die Hilfe. Und dass auch die Einkaufsbegleitung zufrieden ist mit der Aufgabe, die wir vermitteln konnten. Ich achte auch darauf, dass möglichst wenig Wechsel in der Begleitung stattfindet, damit recht bald ein gutes Vertrauensverhältnis entsteht, so dass die Senioren mit ihren Helfern dann auch ihre Termine eigenständig organisieren können. Bei Neuanmeldungen mache ich nach wie vor einen Hausbesuch und dies sind oft sehr berührende Momente, wenn ein ganzes Leben vor mir ausgebreitet wird. Oft stelle ich dann fest, dass allein durch mein Zuhören es dem Anderen schon besser geht. Die Mund-zu-Mund-Propaganda hat sich für die Ebersberger und Steinhöringer Senioren als beste Werbung erwiesen, so dass die Seniorendienste weiter wachsen. Auch der Helferkreis könnte noch erweitert werden. Deshalb würden wir uns freuen, wenn wir Ihr Interesse an der Serviceleistung oder an der Unterstützungstätigkeit geweckt hätten. Bitte rufen Sie uns an, Tel. (0 80 92) 3 06 99 97 oder besuchen Sie die Homepage www.schwungrad-ebersberg.de.

Auf der Ehrenamtsmesse am 6. Oktober im Alten Speicher in Ebersberg können Sie uns beim Stand vom „Schwungrad e.V.“ persönlich kennenlernen und weitere Informationen erhalten“. Bärbel Körner

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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