Neujahrsempfang Grafing

Balance ist das Ziel in 2014

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Außerordentlich viele Gäste folgten der Einladung zum Grafinger Neujahrsempfang.

15 Jahre Neujahrsempfang der Stadt Grafing – eine Veranstaltung mit Lob und Dank an die Ehrenamtlichen sowie Startschuss für gesellschaftliches und kommunales Miteinander wie es Bürgermeister Rudolf Heiler einforderte.

Grafing – 2000 hatte Bürgermeister Heiler den Neujahrsempfang der Stadt eingeführt – heuer war es der 15. und zugleich sein letzter als Bürgermeister der Stadt Grafing bei München. In Schammach ist das letzte kommunale Grundstück an einen Gewerbetreibenden verkauft worden. Nicht nur deswegen stehen Grafings Finanzen gut da, gleichen sich Schulden und Rücklagen aus, wie Heiler betonte. Vor knapp 200 Jahren habe der Ethnograph Lentner die Menschen im Raum Ebersberg/Grafing als kleiner unschöner Menschenschlag bezeichnet, denen es an Geschick fehle, erinnerte Heiler. Heute aber „liegt Grafings Stärke in seiner Balance“, beschrieb Heiler den aktuellen Stand der Stadt. Gemäß dem Motto „Leben und leben lassen“ werde in über 100 Vereinen Tradition gewahrt sowie neuen Lebensstilen und -gewohnheiten Raum gegeben. Die Balance zeige sich zwischen traditionellen Handwerksbetrieben und Unternehmen für neue technologische Entwicklungen. Dass die Balance zwischen Jung und Alt in Grafing stimmt, machte Heiler an der Vielfalt der Einrichtungen für Senioren wie für junge Familien fest. Selbst in den vergangenen 15 Jahren habe sich Grafing erheblich weiterentwickelt, sei es im ÖPNV-Bereich oder bei dem liebevoll mit Blumen geschmückten Marktplatz sowie neuen Rad- und Gehwegen. Allerdings „verlässt zu oft noch ein sachlich notwendiger Streit die Sphären des Sachlichen und wird als Mittel zum Zweck missbraucht. Und augenscheinlich wird zu oft, ja sogar gerne Streit gesät“. Für die kommunalpolitische Streitkultur empfahl Heiler „einfach ein bisschen runter vom Gas“. 

Heuer erhielten die herauszuhebenden Ehrungen Urkunden und Anerkennung - das Ehepaar Edith und Leonhard Dierl, die beide seit 40 Jahren tatkräftig beim Museum der Stadt Grafing vom Gebäudeunterhalt über die Ausstellungen bis hin zu den Führungen mitwirken.- Herbert Förster, den Heiler als das personifizierte BRK vor Ort bezeichnete und der 27 Jahre als Bereitschaftsleiter in Grafing agierte.- Friedhelm Haenisch, der vor genau 20 Jahren den Kulturverein Grafing gründete, weil, wie Heiler betonte, Grafing das damals brauchte. Es folgte verdienstvolles Wirken und eine Kulturarbeit, aus der die Rathauskonzerte hervorgingen.- Udo Helmholz, der zu den Gründervätern der Städtepartnerschaft gehört und nun mehr seit 1996 als Vorsitzender sich intensiv um die Umsetzung verschiedener gemeinsamer Planungen der Partnerstädte kümmert.- Georg Haas, der nicht nur seit 16 Jahren Vorsitzender der DAV-Sektion und aktiver Feuerwehrler ist, sondern auch aufgrund seiner Schankkompetenz für das Bürgerfest unverzichtbar geworden sei. Ein Dankeschön von Heiler erhielt Renate Schaumberg für die von ihm und ihr im Jahr 2006 ins Leben gerufene „Aktiv-Agentur“, in der bürgerliches Engagement vermittelt wird.Einfach Klasse!, so Heilers Kompliment an Elisabeth Kajnath, das vom Publikum mit lang anhaltendem Applaus ergänzt wurde. Sie agiere nicht als hyperaktiver Gutmensch noch Emotionen schürend, sondern lautlos und dezent im Hintergrund. Ihr Engagement in der Betreuung der Asylbewerber, die aus unterschiedlichsten Ländern und Kulturkreisen hier her kämen, sei nicht hoch genug einzuschätzen. Musikalisch umrahmte das Jazz-Duo Joachim Jann und Markus Prantl in gewohnt beschwingter Weise.ar

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