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Baseballer schlagen in Zorneding auf

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Auf diesem Feld vor der Sportanlage des SC Baldham-Vaterstetten wird ab 2019 Baseball spielen © Foto: osw

Am Hermann-Haage-Weg in Zorneding wird´s noch kunter und bunter: Die Baldhamer Baseballer werden ihr neues Spielfeld dort bauen. Der Zornedinger Gemeinderat hat diesem Vorhaben jüngst zugestimmt.

Zorneding – Rund um die Felder zwischen Bahnstrecke und der B 304 in Zorneding kommt nun eine weitere Farbe - im wahrsten Sinne - ins Spiel: Die Baldham Boars werden an der Sportanlage des SC Baldham-Vaterstetten, also auf Zornedinger Gebiet, ein Spielfeld anbringen. Im Zornedinger Bauausschuss wurde dieses Vorhaben einstimmig positiv beschlossen. 

Diskutiert werden mussten lediglich Befreiungen vom Bebaungsplan für die betroffene Fläche, nämlich bei der Bepflanzung und der Bedachung des Vereinsheims: Da die Grundzüge des Bebauungsplans aber nicht berührt werden, wird bei der Baumpflanzung ein neuer Standort akzeptiert - ebenso wie ein rotes Dach aus Blech anstatt aus Ziegel für das großzügige Vereinsheim. Die neue Sportanlage wird ein Groß- und Kleinspielfeld erhalten. 

Als Landrat Robert Niedergesäß noch Vaterstettens Bürgermeister war, wurde der Neubau einer Grund- und Mittelschule auf der damaligen Baseballanlage (seit 1988) beschlossen. Die Boars also auf Wanderschaft, die sie nun nach Zorneding führen wird - langfristig. „Da Vaterstetten als Grundpächter auftritt, wurde auch ein langfristiger Pachtvertrag vereinbart, damit ist der neue Platz nicht als Provisorium gedacht“, bestätigt Vorsitzender John Fürböck gegenüber „Hallo“. 

Der Baubeginn soll laut Fürböck in den nächsten Wochen erfolgen. Und die Eröffnung ist für Frühjahr nächsten Jahres geplant. Man darf gespannt sein, ob die neue Anlage die Attraktivität dieser Sportart im Umfeld steigern wird. „Baseball hat, wie jede andere Sportart auch, in Deutschland mit dem übermächtigen und beherrschenden Fußball ein umso größeres Pensum abzuleisten, um neue Spieler und Interessenten zu gewinnen“, so Fürböck. Immerhin: „Unser Verein führt seit Jahren in den Wintermonaten in den umliegenden Schulen in Vaterstetten, Zorneding, Poing und Kirchseeon Baseball-Schulaktionen durch. Dabei betreuten wir in diesem Winter über 800 Schüler.“ 

Und die begeisternde Neugier gerade bei Kindern für die anscheinend doch exotische Sportart mache das Bemühen lohnenswert. Fürböck informiert: „Mit Max Kepler hat der zweite deutsche Profi die höchste Spielklasse in den USA erreicht und hat dort auch viel Erfolg. In den unteren Ligen stehen dort einige deutsche Spieler unter Vertrag. Die deutsche Nationalmannschaft steht auf Platz 21 der Weltrangliste und ist damit nach den Niederlanden, Italien und Tschechien Vierter in Europa.“ 

Skeptikern rät er: „Wenn das Regelwerk zu kompliziert sei, was ich auch öfters zu hören bekam, dann wären ja die jüngeren Spieler am Platz völlig überfordert. Ein passives Abseits einem Fußball-Muffel zu erklären, wirkt da genauso komplex.“ osw

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