Neues von der Grafinger Bayernpartei

Grafing: Kein Ausverkauf sozialer Strukturen

Zu wenig bezahlbarer Wohnraum: Protest der Bayernpartei auf dem Grafinger Marktplatz
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Zu wenig bezahlbarer Wohnraum: Protest der Bayernpartei auf dem Grafinger Marktplatz

Die Bayernpartei fordert, die Wohnblöcke in Grafings Schlossstraße zu kaufen. Damit sollen günstige Wohnungen in Grafing erhalten bleiben

Grafing – Die Stadt Grafing soll die Wohnblöcke in der Schlosstraße kaufen – zumindest, wenn es nach der Bayernpartei geht. Die Partei hat einen entsprechenden Antrag an den Stadtrat gestellt. Die Daseinsvorsorge sei die elementare Aufgabe der Gemeinden und umfasse eben nicht nur die Bereitstellung genügender Kindergartenplätze und einen funktionierenden Winterdienst. Auch die ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit Mietwohnungen zu angemessenen Bedingungen gehöre hier dazu, heißt es in einer Pressemitteilung von Simone Binder (Bundestagskandidatin) und Walter Schmidtke (Stadtrat).

Und diese Versorgung sei eben in Grafing besonders gefährdet. „Jahrzehntelang hat man nicht nur in Grafing diese Versorgung dem freien Spiel des Marktes überlassen“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Wohnblöcke in der Schlossstraße - gebaut in den 1970 Jahren - waren auch für Mitbürger gedacht, die über ein geringeres Einkommen verfügen. Laut Bayernpartei sei jetzt aber jede Baugrube auch eine Goldgrube. Es werde gebaut wie selten zuvor, trotzdem fänden Menschen, die hier leben, kaum mehr eine Wohnung.

„Erfreulicher Weise beschäftigt sich auch Bürgermeister Bauer mit dieser Situation und überlegt, wie in der Presse zu lesen war, damit partiell Wohnungen oder eventuell sogar einen ganzen Block in der Schlossstraße durch die Stadt kaufen zu lassen“, so die Bayernpartei in der Pressemitteilung. Doch das reiche nicht: Die Stadt solle die Gelegenheit nutzen, um die gesamte Wohnanlage zu kaufen. Man dürfe beim Ausverkauf sozialer Strukturen nicht zuschauen. „Wir sollten uns dafür stark machen dass nicht günstige Wohnungen sondern Spekulanten und Immobilien auf die Rote Liste der aussterbenden Arten kommen“, sagt Simone Binder. Walter Schmidtke verweist darauf, dass die Finanzen kein Grund sein dürfen unserer Pflicht und Schuldigkeit nachzukommen. „Geld für die Kommunen ist günstig wie nie und wir dürfen diese Ausgabe auch nicht als Ausgabe sehen, sondern als Investition in die Zukunft derer, die keine 5.000 Euro Netto im Monat nach Hause tragen.“ red 

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