Bayernpartei fordert Alternative zur Windkraft

Biokohle statt Windkraft

Grüne Tonne mit Biomüll
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Laut Bayernpartei werden im Landkreis Ebersberg jährlich 30.000 Tonnen Biomüll produziert. Dies soll in Zukunft in Energie umgewandelt werden

Die Bayernpartei ist gegen die Windkrafträder im Forst. Als Alternative schlagen die Verantwortlichen Energiegewinnung aus Biomasse vor

Landkreis – Die Bayernpartei im Landkreis engagiert sich gegen den geplanten Windpark im Ebersberger Forst ein – zum Schutz vom Bannwald, Tierwelt und Wasser. „Natürlich sind wir nicht gegen Windkraft allgemein, aber halt nicht im Forst“ betont der Kreisvorsitzende Robert Böhnlein. Als Alternative für eine gelingende Energiewende schlägt die Partei die Verwertung von Biogenen Reststoffen (Biomüll) aus Kommunen und Landwirtschaft sowie Klärschlamm mittels Verkohlung (Pyrolyse/HTC) und die Verbrennung von Restmüll im Landkreis.

Im Landkreis würden jedes Jahr Unmengen Tonnen an Bioabfall anfallen, die anstatt regionaler Verwertung zum Teil teuer entsorgt werden müssen, heißt es in der Pressemitteilung. 30.000 Tonnen Abfälle aus der Grünen Tonne werden jährlich durch den Landkreis gesammelt und von Komposthöfen verarbeitet, heißt es dort weiter. Kommunaler Klärschlamm würde großteils vor dem Abtransport der Entsorgungsfirmen aufwändig entwässert, um Transportkosten zu sparen. Die Entsorgung ist teuer und wird sicher nicht billiger, wenn ab 2028 das Gesetz zur Phosphor-Rückgewinnung bindend wird.

Die Partei argumentiert: „Bei Verkohlung (und auch späterer Verbrennung) bleibt das Phosphor enthalten. 1.500 Tonnen davon binden 1.300 Tonnen Co2, soviel wie 100 Hektar Wald. Bei Verbrennung werden über 5,5 Millionen Kwh Energie erzeugt und somit 225 Haushalte versorgt.

Auch bestimmte Landwirtschaftliche Restbiomassen und Biogas-Gärreste seien teuer zu entsorgen. Im Landkreis stehen ca. 2.600 Pensionspferde. Viele Betreiber von Pferdepensionen würden nicht über ausreichend Ackerflächen verfügen, um den Mist auszubringen. In karbonisierter Form wurde es viele Verwertungsmöglichkeiten geben. Bei Verbrennung von verkohlten Mistpellets kann ein Pferd einen Haushalt mit bis zu 24.000 kWh/Jahr versorgen. Pellettiert kann die Kohle staubfrei gelagert und transportiert oder verpackt und vermarktet werden.

Wenn es gelänge, so die Bayernpartei, ein Netzwerk aus allen genannten Gruppen und Stoffströmen im Landkreis zu errichten und so Einsparungen an Immisionen und Entsorgungskosten zu generieren sowie das Endprodukt Biokohle energetisch zu nutzen wäre das sicher ein sinnvoller Beitrag zur Energiewende.

„Unser Restmüll wird an der Schafweide gesammelt, umgeladen und zur Verbrennung weit weg gefahren. Warum verbrennen wir den nicht selbst und überlassen anderen das Geschäft? Eine Müllverbrennungsanlage erzeugt Strom und Wärme für tausende Haushalte. Am Standort Schafweide müssten dafür nicht mal weitere Flächen geopfert werden“, so der Vorschlag der Partei.

ha

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