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So saht die Tribüne des Vaterstettener Stadions früher aus, so soll sie wieder werden. © Foto: die

Die Tribüne im Vaterstettener Sportstadion soll möglichst noch 2018 wieder ein Dach erhalten. Derzeit sitzt man dort Open-Air.

Vaterstetten – „Wir wollen unsere Zuschauer doch nicht im Regen sitzen lassen“, sagt Bürgermeister Georg Reitsberger (FW). Nachdem Ende letzten Jahres bereits große Löcher im Tribünendach klafften, fegten die Winterstürme die Folienhaut komplett weg. 

Später wurden noch die kläglichen Reste des fast 40 Jahre alten bogenförmigen Membrandachs entfernt, seitdem ist man „oben ohne“ auf den Rängen. Zum Herbst soll die Tribüne nun endlich einen neuen Wetterschutz erhalten. Allerdings gestaltete sich die Planung nicht ganz so simpel. Denn das Dach, das seinerzeit in Anlehnung an die Olympiabauten innovativ gebaut wurde, ist auch heute noch keine Standardkonstruktion. 

Eine Alternativ-Konstruktion wäre allerdings nicht wirtschaftlich gewesen und das leichte Tragwerk ist nicht für andere Bedeckungen ausgelegt. Man musste also erst geeignete Firmen für die einzigartige Vaterstettener Version finden, die sowas überhaupt herstellen können. Ursprünglich wollte man zunächst zwei Musterfelder sanieren, um auf dieser Grundlage eine Ausschreibung für die Handwerksarbeiten erstellen zu können. Doch keine Firma traute sich an dieses Vorhaben ran. 

Erst im Januar kam nach intensiver Suche eine Firma vor Ort und untersuchte das Dach. Dabei entstand eine neue Idee, berichtete Ralf Schloemilch vom Bauamt. Statt die korrodierten Stahlteile auszutauschen, könnten die meisten erhalten und mit einer Korrosionsschutzbehandlung saniert werden. Das sei wesentlich wirtschaftlicher, weil man keine tragenden Teile austauschen muss. Mittlerweile haben drei Firmen ein Angebot für den Korrosionsschutz abgegeben, das wirtschaftlichste stammt von einer Firma aus München. Auch für die Membranbedeckung hat man zwei geeignete Fachanbieter gefunden, die nun Angebote eingereicht haben. Insgesamt werden für die Dachsanierung rund 275.000 Euro Kosten anfallen. Rund 50.000 könnten über die Versicherung wieder reinkommen. 

Geprüft werden soll auch, ob die Dachmembrane eventuell noch mit einer speziellen Solarfolie beklebt werden kann. Eine Idee von Eva Hemauer (SPD), die auch entsprechende Firmeninfos in petto hatte. Das geht offenbar auch nachträglich. Schließlich will man keine Zeit verlieren. Den Sportvereinen sei es wichtig, dass schnell wieder ein Dach draufkomme, so Reitsberger. die

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