„Grafing summt“ in der Montessori-Schule in Niederseeon

Bienenstunde

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Sabine Kirchner von der Initiative „Grafing summt“ in der Montessori-Schule Niederseeon

Sabine Kirchner von der Initiative „Grafing summt“ vermittelt Schülern der Montessori-Schule in Niederseeon die Welt der Biene

Niederseeon – „In China gibt es bereits nicht mehr genügend Bienen,“ erzählt Sabine Kirchner von der Initiative „Grafing summt“ den Schülern der Montessori-Schule. „Und was machen die Menschen da?“ fragt ein neugieriges Mädchen ganz aufgeregt. „Sie klettern auf die Bäume und bestäuben die Blüten mit Pinseln,“ erzählt Kirchner. Die Kinder hören aufmerksam zu. Voller Interesse und Neugierde sind sie bei der Sache. „Die Bienen,“ so erklärt Kirchner den Kindern, „tragen die Pollen aus den Blüten weiter zu anderen Blüten und befruchten so die Pflanzen. Ohne die Bienen gäbe es die ganzen Pflanzenwelt nicht.“ Die Schüler verstehen sofort. Dass es in Deutschland um die 560 verschiedene Bienenarten gibt, erstaunt sie. Ihre Fragen verraten Begeisterung. „Hier gibt es schon viele Blumen, deshalb gibt es bei uns auch viele Bienen,“ merkt ein neunjähriger Junge an, der offensichtlich um die Problematik weiß. 

Sabine Kirchner verbringt einen Vormittag an der Montessori-Schule, um den Schülern in verschiedenen Gruppen die Welt der Bienen näher zu bringen, vor allem um ihnen zu vermitteln, wie wichtig die Bienen sind und dass es inzwischen immer weniger werden. Nach dem Theorie-Unterricht im Freien wird es praktisch: gemeinsam sähen die Kinder eine Wildblumenwiese an, um Futter für die kleinen Tierchen zu schaffen. 

„Wir unterstützen solche Aktionen sehr,“ erzählt die Schulleiterin der Montessori-Schule Angelika Oedinger. „Die Kinder müssen die Natur kennenlernen und lernen, dass sie schützenswert ist.“ Projekte um die Bienen gab es deshalb an der Schule bereits mehrere. 

"Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben,“ soll Albert Einstein mal gesagt haben, denn: „Keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, kein Mensch mehr." Bekanntermaßen sind die Bienen inzwischen vom Aussterben bedroht. „In der Ernährungskette ist die Honigbiene nach Rind und Schwein das drittwichtigste Nutztier für den Menschen. Etwa 80% der Nutzpflanzen werden durch Bienen bestäubt. Diese wichtige Aufgabe übernehmen aber nicht nur die bekannteren Honigbienen, sondern vor allem Wildbienen, zu denen auch Hummeln gehören,“ erklärt Kirchner. Bei ihrem Schulbesuch vergangenen Donnerstag hat sie auch Bücher mitgebracht, die den Kleinen die Welt der Bienen recht anschaulich vermitteln, auch den Unterschied zwischen Wildbienen und Honigbienen. 

Da der Vormittag irgendwann zu Ende geht, die Fragen der Kinder aber noch längst nicht alle beantwortet sind, will Kirchner an der Montessori-Schule einen Bienenbriefkasten hinterlassen. Dorthinein können die Schüler ihre Fragen stecken. Sabine Kirchner verspricht, auf jeden Brief zu antworten. Das Fazit des Vormittags: die Kinder sind sensibilisiert. Sie sagen selbst, „wir müssen unbedingt etwas für die Bienen tun.“ 

Sabine Kirchner hat solche Projekte schon öfter in Schulen durchgeführt, zum Beispiel an der Grundschule in Grafing oder auch in Poing. Eines verrät sie auch den Erwachsenen: man soll den eigenen Garten nicht so aufräumen, Totholz liegen lassen, vor allem nicht mähen bei geöffneten Blüten, denn das ist wichtiges Futter für die Bienen. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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