Dachstuhlbrand in Steinhöring

„Danke das Ihr für uns da wart“

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Sandra und Oliver Löckener betreiben in Hintsberg einen Pferdehof. Ihr Wohnhaus – der Kramerhof – ist denkmalgeschützt.

Beim Dachstuhlbrand in Hintsberg war auch das Haus von Sandra und Oliver Löckener in großer Gefahr. Die Beiden wollen sich bei allen Einsatzkräften für ihr Engagement bedanken

Steinhöring – Es ist diese eine große Angst: Das eigene Zuhause steht in Flammen. Erinnerungen und Fotos, das Familienerbstück und alle persönlichen Unterlagen, alles wird ein Raub der Flammen. Nichts bleibt übrig, außer Staub, Asche und Dreck. Für Sandra und Oliver Löckener aus Hintsberg wurde diese abstrakte Gefahr plötzlich ganz real. Die Löckeners betreiben einen Pferdehof. Sandra Löckener stand auf ihrem Reitplatz, als sie hinter ihrem Stallgebäude Flammen sah. „Es war einfach surreal. Mein erster Gedanke war: jetzt passiert hier etwas schlimmes.“ Sie rannte zu ihrem Wohnhaus – einer Doppelhaushälfte in einem ehemaligen Bauernhof – und sah, dass nebenan der Dachstuhl brannte. 

Und dann ging alles ganz schnell. Noch bevor sie die 112 wählen konnte, hörte sie schon die Sirenen. „Die ersten Feuerwehrautos waren wahnsinnig schnell hier“, erzählt sie. Nach und nach trafen immer mehr Einsatzwagen ein – aus Steinhöring, Grafing und Ebersberg, aus Oberndorf, Frauenneuharting und Sankt Christoph. „Natürlich war ich unglaublich aufgeregt, wusste gar nicht wohin mit meinen Gefühlen“, sagt Sandra Löckener. „Aber als die Feuerwehler eintrafen, hatte ich das Gefühl, jetzt wird alles gut. Von Anfang an war alles super organisiert, die Frauen und Männer arbeiteten schnell und Hand in Hand.“ Tatsächlich war das Feuer über den Dachstuhl auch auf ihr Haus übergesprungen, der Feuerwehr gelang es jedoch, Schlimmeres zu verhindern. 

„Der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehren hat mich sehr beeindruckt. Ich dachte: jetzt ist mein Haus in guten Händen. Ich hatte das Gefühl, dass sie alles dafür tun, um den Schaden so gering wie möglich zu halten“, sagt Sandra Löckener. Für diese Engagement möchte sie sich bei allen beteiligten Einsatzkräften bedanken: „Danke für Euren Einsatz, danke für Eure Empathie und Euer professionelles Vorgehen“, sagt sie. „Es hat mich tief bewegt, als ich die Atemschutzträger gesehen habe, wie sie nach ihrem Einsatz vollkommen erschöpft am Straßenrand saßen. Sie sind an ihre körperliche Belastungsgrenze gegangen, um unser Haus zu retten. Die Frauen und Männer haben an einem Montagnachmittag ihre Arbeitsstelle verlassen oder ihre Freizeit geopfert, um uns zu helfen. Deshalb möchte ich einfach sagen: Danke, das Ihr für uns da wart.“ red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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