Kirchseeon begrüßt das Jahr 2019

Neujahrsempfang in Kirchseeon

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Die erfolgreichen Taekwondofrauen mit Großmeister Alex Berghamer wurden von Bürgermeister Udo Ockel geehrt.

Bürger aus Sport, Wirtschaft und Schule wurden beim Neujahrsempfang in Kirchseeon von Bürgermeister Udo Ockel geehrt

Kirchseeon – In Kirchseeon findet ein Neujahrsempfang unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. In der ATSV-Halle nehmen nur geladene Gäste teil, immerhin 180 sollten laut Bürgermeister Udo Ockel kommen, doch nicht alle waren letztendlich anwesend. Der Gastgeber, Bürgermeister Udo Ockel, indes stand mit angeschlagener Stimme auf dem Podium, um sich besonders der Ehrungen auszuzeichnender Gäste zu widmen. 

Es war sein 17. Neujahrsempfang, und es war sein vorletzter, da er zu den Kommunalwahlen 2020 nicht wieder kandidieren will (wir berichteten). 1.500 Worte würde seine Rede umfassen, so der Rathauschef, beinahe dreimal so viele wie die von Ministerpräsident Söder, mehr als doppelt so viel wie der Bundespräsident oder die Kanzlerin bei vergleichbaren Anlässen. Möglicher Grund hierfür: „Wenn ich jemanden nicht abwürgen kann, dann muss ich ihn eben totquatschen“, meinte Ockel anlässlich der Ehrung des Judokas Andreas Kleinle, der in der Disziplin Bodenkampf erfolgreich ist; bei dieser müsse man - laut Kleinle - eben den Gegner „abwürgen“. Er wurde letztes Jahr Bayerischer Meister. 

Kampfsport betreiben auch Hannah Hainer und Magdalena Ziegleder: Sie bestiegen 2018 bei den Bayerischen Meisterschaften im Takwondo das Siegertreppchen, Hainer als Zweitbeste, Ziegleder als Dritte. 

Besser als bei den Kampfsportarten konnte sich Ockel mit Christian Seitz identifizieren. Dieser ist erfolgreicher Volleyballer, holte mit seinem Team den Meistertitel in der 2. Bundesliga. Neben Sportassen wurde aufs Podest auch die Familie Auer gebeten, langjährige Geschäftsleute aus Kirchseeon, Elektro Auer, eben. Der Junior, Georg Johann, bekam bei seiner Dankesrede den wohl größten Applaus des Abends, als er sagte: „Wenn du das Rückgrat einer Frau nicht hast, dann kannst du die Selbständigkeit vergessen.“ Die so gelobten Gattinen wollten selber nix sagen. Apotheker Dominic Guntram Staat und seine Gattin hatte Ockel schon länger auf seiner Ehrungsliste. Interessant: Staat erinnert daran, dass er 1997 das Rikschataxi in München eingeführt hatte, noch heute ist er in die Geschäftsführung involviert. Aktuell betreibt er zwei Apotheken in der Marktgemeinde. Der Pharmazeut erklärt am Rande, dass sich in Bayern sein Beruf nur lohnt, wenn eine Filiale um die 3.500 Einwohner versorgen kann. So würde sich also eine Apotheke in Ortschaften wie Moosach mit 700 Einwohnern nicht rentieren. Auch für ihn gibt es von Ockel eine Geschenktüte - darin Handtuch mit Gemeindewappen, Gutschein für Sportgeschäft oder Wein, je nachdem. Frau Staat bekam freilich Blumen überreicht. 

Nicht ganz glücklich konnte der Gastgeber sein, als er Helena Saso ehrte. Denn die Schülerin, welche beim Wettbewerb im Gymnasium mit der Entwicklung und dem Bau einer Rakete glänzte, wollte per Videoleinwand ihr Projekt erläutern. Doch die Technik spielte nicht mit - Premiere beim Neujahrsempfang also missglückt. Ockel konnte immerhin zufrieden zurückblicken auf 2018, etwa auf das abgeschlossene Großprojekte Schulsanierung. Und abschließend gab der Bürgermeister noch einen Tipp von Dalai Lama weiter: „Lebe ein gutes, ehrbares Leben! Wenn du älter bist und zurückdenkst, wirst du es noch einmal genießen können.“osw

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