Am Wochenende startet Unterschriftenaktion

Bürgerbegehren für eine neue Grafinger Stadthalle?

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Am kommenden Wochenende startet die Sammlung von Unterschriften für ein Bürgerbegehren über die Grafinger Stadthalle

Grafing – Der Grafinger Stadthalle stehen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen bevor, um eine weitere Nutzung zu ermöglichen. Zur Debatte steht auch ein Abriss und Neubau des Gebäudes. Der Grafinger Stadtrat hat bis dato noch keine grundsätzliche Entscheidung getroffen. Für Dr. Yukiko Nave, die stellvertretend für die Initiatoren eines Bürgerbegehrens steht, ist es Zeit, die Bürger genau diese Frage vorzulegen: „Wollen sie für den Erhalt des Gebäudes weiter Geld ausgeben oder dieses nicht besser in einen Neubau einer Stadthalle investieren?“ 

Bei der Stadthalle handele es sich nicht um irgendein Projekt, es ist ein Raum, der explizit den Bürgern und der Gemeinschaft der Bürgerschaft zur Verfügung stehen soll, heißt es in der Pressemitteilung zum Bürgerbegehren. Damit sei schon gesagt, dass dieser auch deren Bedürfnissen entsprechen sollte. Daher führt an der Einbeziehung der Bürgerschaft kein Weg vorbei. Nach Meinung der Initiatoren Ursula Bauer, Dr. Martin Tourneau, Dr. Yukiko Nave und Dr. Heinz Fröhlich sei die Sanierung der Stadthalle nach nicht wirtschaftlich. Trotzdem wäre es möglich, dass die Bürger sich in einer Abstimmung für die Sanierung der Stadthalle aussprechen, weil sie damit positive Erinnerungen verbinden und das Gebäude gerne erhalten möchten. Den Willen der Bevölkerung zu erfassen, damit der künftige Stadtrat danach handeln kann, ist Ziel des Bürgerbegehrens. Aus dem Gutachten über die Substanz der Stadthalle geht hervor, dass die Sanierungsmaß- nahmen, die für den weiteren Betrieb der Stadthalle erforderlich sind, ca. 1,7 Millionen Euro kosten werden. Damit würden jedoch ausschließlich Brandschutzmängel behoben - für die Nutzer der Stadthalle würde sich keine sichtbare Aufwertung ergeben. Weitere 900.000 Euro werden für weitere drängende Maßnahmen, wie die Sanierung der WC-Anlagen und Künstlerumkleiden, angesetzt.

Eine Nutzbarmachung des Dachgeschosses wird mit weiteren 2,8 Millionen veranschlagt. Nicht in diesen Kosten enthalten sind die energetische Sanierung, die Herstellung der Barrierefreiheit, die Anpassung an geltende Unfallverhütungsvorschriften oder eine vollständige Schadstoffsanierung. Die Kosten für eine Generalsanierung werden grob mit acht Millionen abgeschätzt. Alternativ wurden drei Neubauszenarien inklusive Abbruch überschlagen: eine Mehrzweckhalle mit reduzierter Hallengröße für 3,5 Millionen Euro, ein Neubau mit gleicher Hallengröße für 5,4 bis sechs Millionen Euro sowie ein Neubau mit gleicher Gebäudegröße mit Kosten von 12,2 bis 13,6 Millionen Euro. Wenn Grafing an der bestehenden Stadthalle festhalten würde, dann würden die damit in absehbarer Zeit verbundenen Investitionen eine Größenordnung erreichen, die auch für einen Neubau zu veranschlagen wären, so die Vertreter des Bürgerbegehrens.

 Im Gutachten unberücksichtigt bleiben die überdurchschnittlich hohen Betriebskosten der bestehenden Stadthalle sowie Kosten für unvorhergesehene zusätzliche Sanierungsmaßnahmen. Ein Neubau sei, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, daher die wirtschaftlich günstigere und finanziell weniger riskante Maßnahme. Mit einem Neubau würde auch eine langfristige Lösung für die Unterbringung von JIG, VHS, Jugendorchester und anderer Vereine erreicht werden. red

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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