Bürgerversammlung Kirchseeon 2018

Kirchseeons Schuldenberg wird abgebaut

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Udo Ockel bei seinem Rechenschaftsbericht in der ATSV-Halle.

Oft kommt es anders als man denkt: Dies wurde auch bei der diesjährigen Bürgerversammlung in der ATSV-Halle deutlich.

Kirchseeon – Um die 80 Besucher erfuhren von Bürgermeister Udo Ockel, dass die Bauarbeiten an den Schulen und dem neuen Kinderhaus am Spannleitenberg ihn selbst und eine Reihe von Rathausmitarbeitern unzählige Stunden gekostet hätten, diese Projekte zu vollziehen. Und selbige hatten ihren – nicht nur mehrere Millionen Euro – hohen Preis. 

Andere Projekte mussten daher aufgeschoben werden. So etwa die Außenrenovierung der Eglhartinger Schule, die Oberflächenentwässerung in Buch, der Anbau am Feuerwehrhaus Eglharting oder Umbauten für die Atemschutzwerkstatt der Feuerwehr Markt Kirchseeon. Aber der Rathauschef ist sichtlich stolz – und auch sehr froh, das gibt er zu, dass knapp eine Woche nach der Bürgerversammlung ein Fest anlässlich der aufwändigen und nunmehr abgeschlossenen Aufstockung des Schulgebäudes veranstaltet werden könne. Um darauf einzustimmen, zeigte Ockel einen Kurzfilm mit Zeitraffer. 

Dass es vermehrt zu Bauanträgen an den Gemeinderat gekommen sei, die nicht immer gewährt werden konnten, kam zur Sprache, da gegen bestehende Bestimmungen von Bebauungsplänen beschlossen werden müsste und daher so manche Zusatzwünsche verweigert werden mussten. Ockel gab aber auch zu, dass aufgrund größerer Nachfrage zu mehr Wohnraum und gleichzeitig steigender Grundstückspreise bei immer knapper werdenden Bebauungsflächen auch Entgegenkommen gezeigt werde. Die Einwohnerzahl im Gemeindegebiet nahm nur minimal um 43 Personen zu. 

Laut Vortrag stieg der Bevölkerungsanteil ausländischer Mitbürger mit hiesigem Wohnsitz von 20,25 Prozent auf 21,07 Prozent. Im Landkreis Ebersberg lag dieser Ende 2017 bei 13,7 Prozent. Bei den Finanzen steht die Gemeindekasse (30.10.2018) mit 12,1 Millionen Euro in den Miesen – Großbauprojekten sei dank. Bis Ende 2021 soll dies aber insbesondere nach Verkauf von Teilen des „Bundeswehrgrundstücks“ auf acht Millionen Euro reduziert sein. Angesichts historisch niedriger Zinsen könne die derzeit noch hohe Verschuldung problemlos bewältigt werden, so der Gastgeber optimistisch zu den Anwesenden. Diese stellten anschließend bei den „Bürgerfragen“ vor allem unerfreuliche Schwerpunkte bei Park-/Halteflächen im Straßenverkehr an den Pranger. Diese sind der Verwaltung allerdings bewusst. Maßnahmen dagegen wurden bereits in der Marktgemeinderatssitzung drei Tage zuvor beschlossen. 

Und ein wenig aufatmen konnten die Versammlungsgäste dann doch noch: Für die nächsten Jahre sollen Investitionen „nur noch in sehr überschaubarem Umfang“ unternommen werden, sprich: Wenn nötig ja, ansonsten Geld einsparen. osw

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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