+++ VOLKSFEST-MADL 2019 +++

Wir suchen das Ebersberger Volksfest-Madl 2019

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Auch 2019 suchen wir zusammen mit unseren Sponsoren und Festwirt Martin Lohmeyer das Ebersberger Volksfest-Madl.
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Bürgerversammlung in Albaching 2019

Hitzige Bürgerversammlung in Albaching

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Auf Beistand von oben konnte Albachings Bürgermeister Franz Sanftl bei der Bürgerversammlung nicht hoffen.

Bürgerversammlung in Albaching: Eigentlich eine ruhige Angelegenheit. Nicht so in diesem Jahr

Albaching – Verliefen die Albachinger Bürgerversammlungen in den Vorjahren eher ruhig, ging es jetzt doch etwas rund, jedenfalls bei „Wünsche und Anträge.“ Zu den wichtigsten Themen der Gemeinde im vergangenen Jahr zählte der Bau der Umgehungsstraße für 3,2 Millionen Euro, die nun in Betrieb sei. Die bisherige Kreisstraße im Ort sei zurück zu bauen. Erweitert sei die gemeinsame Kläranlage in Rechtmehring und fertig sei der Dorfplatz. Restarbeiten bezüglich der Friedhofserweiterung habe man ebenfalls im vergangenen Jahr erledigt. 

Keine Zuschüsse gebe es leider für den neuen Geh- und Radweg am Doktorberg. „Bauland für Einheimische“ habe die Gemeinde in „Buchenweg-West“ geschaffen. Für die Vergabekriterien erhielt man auch durchaus Kritik. „Zäh und nervenraubend“ verlaufe der Breitbandausbau, man sei dafür sogar nach Berlin gereist. In Angriff genommen werde dieses Jahr der „Dauerbrenner“ Geh- und Radweg nach Stetten. Kämmerer Bernhard Koblechner informierte die Besucher über die wichtigsten Haushaltszahlen: „Albaching ist seit zehn Jahre schuldenfrei.“ Dafür gab es Applaus. Dieses Jahr sei aber ein „tiefer Griff in die Rücklage“ vonnöten, kündigte er an. Doch gleichzeitig relativierte er aber: „Keine Angst, ein paar Millionen sind noch drin.“ 

Schließlich kamen die Bürger zu Wort: Gefragt wurde, warum der Radweg in Richtung Stetten nachts beleuchtet werden soll und für wen? Wo bleibe da die Energieeinsparung? Bürgermeister Sanftl meinte, dass sich manche „im Dunklen nicht sicher fühlen“, aber er will das Thema im Gemeinderat nochmal zur Sprache bringen. 

Senioren- und Behindertenbeauftragter Reinhold Lindner stellte fest, dass zur Trägerschaft für die Friedhofserweiterung „viele Gerüchte kursieren“. Sein Wunsch sei, dass der gesamte Friedhof „in einer Hand bleiben“ sollte, also der Kirche. Es geht dabei darum, dass die Gemeinde die Erweiterung des Friedhofs der Kirche schenke. „Das sehe ich als nicht richtig an“, konstatierte das Gemeindeoberhaupt und versuchte einen Blick in die Zukunft: Wenn die Kirche aufgrund der Austritte ihr Personal vor Ort nicht mehr zahlen könne, dann heiße es an die Gemeinde: „Es ist deine Pflicht, zu beerdigen“. Deshalb sei eine Überlassung „zum Nulltarif“ für ihn nicht akzeptabel. 

Eine wahre Sturzflut an Kritik hagelte es anschließend vom Besucher Friedrich Schillhuber: Was sich der Gemeinderat bei der Planung der Höhenentwicklung im neuen Baugebiet „Buchenweg-West“ gedacht habe, fragte er. Die Auswirkungen auf das Ortsbild seien seiner Meinung nach sehr nachteilig, zumal die Höhendifferenz zwischen dem Bereich des „alten Buchenwegs“ und dem neuen zu extrem ausfalle. Der Bürgermeister verteidigte die Planung mit „vollgeschossigem Bau“, denn der Raum sei einfach knapp. Mit erhobenem Zeigefinger wetterte der Besucher weiter über Bürgermeister und Gemeinderatsmitglieder hinweg. „Sie haben Albaching verschandelt, und es geht noch weiter“, schimpfte er. Der Dorfplatz sei ein „Autooptimierungsplatz“ und eine „Betonwüste“ geworden, was helfe denn eine Unterschrift für Insekten, wenn innerorts alles versiegelt werde. „Da bin ich ganz anderer Meinung“ erwiderte etwas geplättet aber gefasst Bürgermeister Sanftl. Die Gemeinde habe durchaus versucht, den Verkehr möglichst aus dem Ortskern draußen zu halten, aber ein Dorfplatz, nur mit Grünflächen, wo aber gleichzeitig auch Parkplätze notwendig seien, „das geht doch nicht.“ Zuerst herrschte eine niedergeschlagene Betroffenheit auch unter den anwesenden Gemeinderäten vor, aber dann wurde es einzelnen doch zu viel. Gemeinderat Tobias Langer erklärte, er schätze Friedrich Schillhuber durchaus, aber, was er hier von sich gebe, finde er „unter aller Kanone“. Den „Rundumschlag“ von Schillhuber konnte auch Gemeinderat Sebastian Friesinger „nicht verstehen“. Franz Sanftl lud den aufgebrachten Bürger „herzlich“ ein, sich selber bei Gemeindethemen einzubringen und mitzumachen, etwa in den Arbeitskreisen wie dem zum Dorfplatz. 

Kritik übte Isidor Hagl an der Haltung der Gemeinde, freiwillige Zuschüsse für Kinder mit erhöhtem Betreuungsaufwand vorübergehend eingefroren zu haben, das dürfe kein Druckmittel sein. Keines der Kinder erleide dadurch einen Nachteil, erklärte Bürgermeister Sanftl, man liege damit auch im Zeitrahmen. kg

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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