Verkehr großes Thema

Bürgerversammlung Ebersberg: Geduld ist gefragt 

der alte Speicher in Ebersberg während der Bürgerversammlung
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Mit umfangreicher technischer Ausrüstung wurde die Eberberger Bürgerversammlung heuer in rund 40 Haushalte gestreamt. Im ‚alten speicher‘ waren rund 50 Bürger gekommen.

Und wieder der Verkehr: Bei der Bürgerversammlung in Ebersberg nahm das Thema viel Raum ein. Bürgermeister Proske sieht nur in der Untertunnelung eine Option für die Kreisstadt

Ebersberg – „Es braucht Zeit, bis alles gut wird“, gab Bürgermeister Ulrich Proske seinen Ebersbergern mit auf den Weg. Diese müssen sich wieder auf mehrwöchigen Baustellenverkehr einstellen, denn es stehen Kanalarbeiten an.

Die zukünftigen „Schmuckstücke“ wie Waldsportpark und Hallenbad befinden sich im Bau. Auch auf dem Marienplatz soll mit der Umgestaltung begonnen werden, damit Fördergelder fließen. Und dann hatte Bürgermeister Proske noch eine Nachricht: „Wir werden seit 2018 immer weniger“ – Ebersberg schrumpft.

Kommt eine intelligente Ampelschaltung an der Amtsgerichtskreuzung?

Trotz raumgreifender Übertragungstechnik blieben viele der Stühle im ‚alten speicher‘ leer. Dabei hatte Bürgermeister Proske mit der neuen Gliederung der Bürgerversammlung nach Themenblöcken und den dazugehörigen Bürgerfragen klare Strukturen geschaffen, die die thematischen Sprünge von Bauvorhaben über die Kinderbetreuung zur Verkehrsproblematik ad acta legten. Ein Lichtblick bietet die Digitalisierung der in Ebersberg gestellten Baupläne. Nur die vollständigen Baupläne, die von Landratsamt bereits eingescannt sind, werden in Ebersberg behandelt. Das Warten in den öffentlichen Sitzungen, ob der Bauherr einen fertigen Plan mitbringt oder nicht, ist hinfällig geworden, so Proske erleichtert. Dass aber in der Sieghartstraße das große Projekt, ehemals „El Macho“, noch nicht begonnen wurde, läge daran, dass ein Bürger den Klageweg beschritten habe und der Vorgang noch nicht abgeschlossen ist, erklärte Proske. Im Vordergrund stand einmal mehr die Verkehrssituation. Von drei Brennpunkten sei zu sprechen, der Amtsgerichtkreuzung, dem Bahnhof und rund ums Rathaus. Die Amtsgerichtkreuzung könne man möglicherweise mit einer intelligenten Ampelschaltung regeln.

Für die ST2080 sieht Proske nur eine Lösung: Untendurch!

Eine ortsansässige Firma schaffe europaweit hierfür Lösungen, warum nicht in Ebersberg, fragte sich Proske. Schnell war man bei der St 2080, die den überörtlichen Verkehr in die Stadtmitte bringt. Akzeptable Lösungsvorschläge außerhalb der Stadt sieht Proske nicht. „Da gibt’s für mich nur eine Lösung: untendurch!“ Experten sollten klären, wie man eine unterirdische Möglichkeit, sprich Tunnellösung, finden könne. Auch soll ein Lärmaktionsplan aufgestellt werden, damit übergeordneten Behörden der Handlungsbedarf aufgezeigt werden kann. Viele Fragen gab es zum Radverkehr in der Stadt. Die Lösung für mehr Sicherheit der Radfahrer sieht Proske bei der Einbahnstraßenregelung, da das historische Ebersberg dicht bebaut ist und die Straßen nicht breit genug für Fahrbahn und Fahrradweg sind. Fahrradstellplätze mit E-Ladesäulen sollten auf dem neugestalteten Marktplatz situiert werden, so ein Bürger; ein anderer sprach sich für Stellplätze für Motorräder aus, damit auch Biker Ebersberg genießen können. Generell soll ein Status quo zur Verkehrssituation in einem Mobilitätskonzept festgehalten werden, welches man dann weiterentwickeln könne, erklärte Proske. Die Stadt hat sie hergestellt und auch gepflegt, die Sanitäranlagen im Bahnhofsgebäude. Den Schlüssel haben aber die Verantwortlichen bei der Bahn, die auch die Verpachtung des Kiosks organisieren. Ist der Kiosk geschlossen, sind die Sanitäranlagen zu. 

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