Schulhaus, Wochenend-Bus und Gehweg

Bürgerversammlung in Parsdorf

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Die Parsdorfer wünschen sich einen besseren Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr am Wochenende

Bürgerversammlung in Parsdorf: Im Fokus der Bürger stehen Öffentlicher Nahverkehr, Kinderbetreuung und Platzmangel im Schulhaus

Parsdorf – Gleich zwei Bürgeranträge wurden in der Bürgerversammlung mehrheitlich befürwortet. Das erste Thema beschäftigte sich dabei mit dem Thema Öffentlicher Nahverkehr.

Werktags sei Parsdorf eigentlich mit Busverbindungen des ÖPNV gut versorgt, aber „an Sonn- und Feiertagen ein Niemandsland“, was den ÖPNV angehe. Hans Gunszt beantragte, eine Busverbindung einzurichten, die der Linie 452 entspräche. Der Antrag wurde mehrheitlich von den Bürgern befürwortet. Aber nicht nur mit diesem Thema darf sich Vaterstetten Ratsgremium innerhalb der kommenden drei Monate befassen, sondern auch mit Gerhard Westermairs Antrag, einen Gehweg entlang der östlichen Seite der Gruber Straße zwischen Hausnummer 2 und der Bushaltestelle zu errichten, was die Bürger ebenfalls unterstützten.

Die Grundschule Parsdorf, genauer gesagt das Schulhaus, platzt aus allen Nähten. Untergebracht sind hier die Grundschule mit derzeit sieben Klassen, einer Patenklasse, der Mittagsbetreuung mit derzeit 76 Kindern und nicht zuletzt der FC Parsdorf mit Räumlichkeiten und die Ammertaler mit einem Abstellraum für ihre Instrumente. Zudem wird ein für heutige Verhältnisse geburtenstarker Jahrgang für das kommende Schuljahr erwartet. Aktuell, so Simone Kaspar als betroffene Mutter, fehle dann ein Klassenraum. Ferner wussten die Mütter der Grundschüler, dass mit den folgenden Jahrgängen nicht weniger Kinder eingeschult werden würden. Sind derzeit 128 Grundschüler im Schulhaus, so werden es im Herbst 2019 voraussichtlich 144 Kinder, 2020 dann 148, 2021 schon 153 und 2022 wahrscheinlich 168 Kinder sein. 

Definitiv sei aber, dass bereits im Herbst 2019 bei der derzeitigen Raumsituation ein Klassenraum fehle. Der Handlungsbedarf im Rathaus ist deutlich aufgezeigt. Jasmin Marussi-Kley, als Leiterin des Amtes für Jugend, Familie, Schule und Kultur im Rathaus zuständig, versuchte ruhig zu bleiben. Der Platzmangel im Schulhaus ist nicht ihre einzige Baustelle, denn die Mittagsbetreuung in Parsdorf teilt sich bereits Räumlichkeiten mit dem FC Parsdorf. 

Vaterstettens Bürgermeister Georg Reitsberger versuchte ebenfalls zu beruhigen, ein Vereinsheim solle für den FC Parsdorf errichtet werden. Die Feuchtigkeit im Kindergarten im benachbarten Neufarn ist zu beseitigen, die Besichtigung hierzu sei erfolgt, versicherte Marussi-Kley. Dass für 266 Betreuungsplätze, die in Vaterstettens Dörfern Parsdorf, Neufarn, Weißenfeld und Hergolding zur Verfügung ständen, es nur 231 berechtigte Kinder gäbe, konnten all diejenigen im Saal nicht fassen, die gerade in den vergangenen Tagen einen Ablehnungsbescheid erhalten hatten. Hier besteht Klärungsbedarf.

Klärungsbedarf besteht auch in Sachen Glasfaser. Denn nicht überall in Parsdorf liegen Glasfaserkabel, wo sie bereits liegen sollten – auch nicht bei der Freiwilligen Feuerwehr, wie die Verwaltung annahm. An vielen Stellen zeigte sich, dass die Gemeindeverwaltung zupacken muss. Allerdings ist der Gemeinde schwerlich anzulasten, dass man in Parsdorf seit zehn Jahren auf eine Tankstelle wartet und, dass sie an einer innerörtlichen Kreisstraße keine Fußgänger-Querungshilfe errichten kann. Manfred Weber hatte den Antrag bereits ans Landratsamt weitergeleitet. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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