CSU gibt Dreikönigsempfang

Dreikönigsempfang der CSU: Schmelztiegel der politischen Ebenen

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„Vielen Dank für den freundlichen Empfang. Bis zum nächsten Mal. Ihr Jens Span“ schrieb der Bundesminister ins Goldene Buch der Gemeinde Vaterstetten.

Europa der Bürger schaffen - Vertrauen zurückgewinnen – das war das Credo beim Neujahrsempfang der CSU in Vaterstetten. Europa verbinde er mit Frieden, Freiheit und Wohlstand betonte der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Vaterstetten – Eigens für den Bundesgesundheitsministers Jens Spahn habe man den Dreikönigsempfang verschoben, erklärte Vaterstettens CSU-Ortsvorsitzender Michael Kundler. Wie Vaterstettens Bürger passten auch Bürgermeister, Landrat, Land- und Bundestagsabgeordnete sich dem ministerialen Terminkalender des CDU-Mannes an, für den nach seinem Münsterland Bayern das liebste Land ist. 

Während vor Spahns Ankunft Vaterstettens 2. Bürgermeister Martin Wagner fast bedauerte, dass die Legislaturperiode zu Ende gehe, weil man im Ratsgremium jetzt doch gewissermaßen Ziel orientiert zusammenarbeite. Er erklärte, dass für die neue rund 40 Millionen teure und modernste Grund- und Mittelschule im Landkreis zu wenig Hortplätze geschaffen wurden, weil die Eltern die Ganztagesschule nicht so gerne annehmen würden. 

Auch mit dem Wohngebiet Vaterstetten Nordwest sei man zufrieden. Diese sei zum Teil fertig gestellt und „ganz ansehnlich“ geworden. Andreas Lenz, Bundestagsabgeordneter spannte schnell den Bogen zum Thema des Jahres „Europa“. Er forderte die Gäste auf, Werte orientierte Diskussionen zu führen. „Die EU hat Probleme, ist aber nicht das Problem“. Sie dürfe nicht den Populisten überlassen werden. „Die EU ist ein Friedensprojekt“, das aber kein Selbstläufer sei. 

Auf die Person Jens Spahns eingehend, stellte Lenz fest, dass Spahn ein Jahr älter ist als er selbst, aber eben schon Bundesminister „Das sollte mir zu denkengeben, meinte er scherzhaft. Doch dann stand Spahn in der Türe. Miteinander gute Debatten zu führen, ist für Jens Spahn nur ein erster Schritt. Neben der notwendigen Weiterentwicklung Europas sieht Spahn in der Rückgewinnung des Vertrauens der Bürger ein wichtiges Arbeitsfeld. Dazu müsse die Politik konkret liefern. Um dem Notstand in der Alten- und Krankenpflege entgegen zu treten, müssen Arbeitsbedingungen und das Ansehen in der Gesellschaft sich verändern. Schritt für Schritt sei dies zu gehen, im Bewusstsein, dass der erste Schritt nicht die Erfüllung der ganzen Forderung sein kann. Mit Europa verbindet er 70 Jahre Frieden, Freiheit und Wohlstand, was einen Mehrwert für die Bürger darstelle. 

Aber auch das Zusammenwirken der Nationen in Wirtschaftsbereichen oder in der Verteidigung ist wichtig, was er am Beispiel von Airbus festmachte. Schon Franz-Josef-Strauß hat das Unternehmen zusammen mit Frankreich als Gegengewicht zum amerikanischen Boeing-Unternehmen hergestellt. Um Europa besser kennenzulernen, schlägt Spahn vor, 18-Jährigen zum Geburtstag ein für vier Wochen gültiges Interrail-Ticket zu schenken. Europa erfahrbar zu machen ist ein wichtiges Projekt. Spahn befürwortet einen gesunden modernen Patriotismus. „Heimat ist da, wo du dich nicht erklären musst“. ar

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