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Busfahrermangel beim ÖPNV 

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MVV Bus Öffentlicher Nahverkehr
Der öffentliche Nahverkehr soll eigentlich gestärkt werden, um den Klimawandel entgegen zu wirken. Doch wie soll das ohne Busfahrer gehen? © hr

Fachkräftemangel bei Busfahrern. Unrentable Strecken könnten jetzt auf den Prüfstand kommen

Landkreis – Facharbeitermangel macht sich derzeit bei der Bahn sowie Busunternehmen, die den Linienverkehr bedienen, breit. Dies ist nicht typisch für den Landkreis Ebersberg, sondern für die Region.

Allen Orten fällt mal der Schulbusverkehr aus, weil keine Busfahrer zur Verfügung stehen. Auch auf den ÖPNV trifft dies zu. Dabei soll der ÖPNV gestärkt werden, damit Individualverkehr und Spritverbrauch sinkt und dem Klimawandel entgegengewirkt wird. Landrat Robert Niedergesäß sieht verschiedene Gründe hierfür: „In Baden-Württemberg erhalten die Busfahrer vier Euro mehr in der Stunde. Zudem sind im Raum München die Lebenshaltungskosten höher und Wohnraum nur schwer zu finden“.

In München erhielten die Fahrer einen doppelten München-Zuschlag. Doch es geht weiter. Wer die Fahrerlaubnis für die Personenbeförderung im Omnibus haben möchte, der muss gesund sein, ein entsprechendes Alter haben und bereit sein, weit über 5.000 Euro zu zahlen. In Österreich ist der Schein für rund 3.000 zu haben. Viele Busfahrer der Region haben das 50+ Alter erreicht und werden bald im Ruhestand sein.

Zudem werden die zufahrenden Kilometer im Linienverkehr der acht Landkreise um München stets mehr. 1996 wurden 17 Millionen Kilometer im Liniennetz gefahren, inzwischen sind es 50 Millionen Kilometer. Die Gesamtsituation zu ändern, sieht Niedergesäß, auch als „eine Herausforderung für Bund und Länder“ an. ar

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