„Ich finde es toll, was es hier schon alles gibt“

Grafings neue Klimaschutzmanagerin

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Christina Spiegel

Mit Christina Spiegel hat die Stadt Grafing erstmals eine Klimaschutzmanagerin.

In der Sitzung am 2. Juli entschied sich der Stadtrat für die Geographin Christina Spiegel (22). Sie absolvierte an der Ludwig-Maximilian-Universität München ihr Studium und anschließend ein freiwilliges Praktikum in der Wirtschaftsförderungsagentur der Stadt Rosenheim. Den Stadtratsbeschluss und ihren Arbeitsbeginn trennten nur wenige Stunden. Seither ist Christina Spiegel beauftragt, in Grafing die klimaschutzrelevanten Themen zu steuern und das städtische Klimaschutzkonzept voranzutreiben. Sie erlebte ihre erste ISEK-Sitzung und nahm Kontakt zu den Vereinen auf. Ihr erster Eindruck von Grafing: „Ich bin überrascht, was es hier schon alles gibt“. 

Mit ihrem Studium ist Christina Spiegel für ihre Aufgaben in Grafing prädestiniert. Denn sie entschied, ihr Hauptaugenmerk auf die Anthropogeographie zu richten. Hauptzweige der Anthropogeographie sind unter anderem Wirtschafts-, Verkehrs-, Bevölkerungs-, Sozialgeographie und Mensch-Umwelt-Beziehungen. Ihr Nebenfach „Bodenordnung und Landentwicklung“ belegte sie an der TU München. Ein praktisches Beispiel hierfür ist die Dorferneuerung. Ihre Bachelor-Arbeit schrieb sie über den „Tourismus im Landkreis Rosenheim“. Anschließend erfolgte ein Praktikum in der Stadt Rosenheim, wo sie erste Erfahrung in der Verwaltung sammelte. 

Der Wechsel von Rosenheim nach Grafing, vom Praktikum in die Festanstellung - aktuell auf zwei Jahre befristet mit der Option zu verlängern – erfolgte „eigentlich ganz einfach mit der Stellenanzeige“. Hierin suchte die Stadt Grafing einen Klimaschutzmanager. Im Rahmen eines Förderungsprogramms des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit wird die Stelle finanziell unterstützt. „Oh super!“ dachte sich Spiegel, bewarb sich gleich, wurde zum Vorstellungsgespräch eingeladen „und schon war ich da“. Sie erhielt die Stelle als Klimaschutzbeauftragte. Viele der breitaufgestellten Themenbereiche, die im Geographiestudium behandelt werden, betreffen auch das Thema Klimawandel, erklärte Grafings neue und erste Klimaschutzmanagerin. Vieles liegt in Grafing in der Theorie bereits vor, so das Klimaschutzkonzept, aber auch Unterlagen für weitere Energiespar-Potentiale und andere Studien. „Das Klimaschutzkonzept ist die Basis für meine Arbeit in Grafing; aber auch die Grundlage für die geförderte Stelle als Klimaschutzmanagerin.“ 

Jetzt gilt es für Christina Spiegel, das vorliegende Klimaschutzkonzept umzusetzen, Aufträge aus dem Stadtrat, die ihr Ressort betreffen, abzuarbeiten und Fördertöpfe aufzuzeigen, wie zum Beispiel die Kommunalrichtlinie. Hier werden unterschiedlichste Projekte aus den Bereichen Mobilität, Energiemanagement oder Abfallmanagement finanziell unterstützt. Besonders freut sich die neue Klimaschutzbeauftragte darauf, neue sowie bewährte Konzepte in Grafing umzusetzen. Für Anregungen hat sie ein offenes Ohr. ar

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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