Bobby-Car Rennen 

Gaudi in St. Christoph

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Finale des Bobby-Car-Rennens fällt ins Wasser – eine Schau war das skurrile Rennen dennoch

Steinhöring – Am Ende war´s dann doch der Regen, der das Finale des Bobby-Car-Rennens vergangenen Samstag in Steinhörings Ortsteil St. Christoph buchstäblich ins Wasser fallen lies. „Man hat einfach nichts mehr gesehen,“ so der erste Vorstand des Burschenvereins St.Christoph Florian Staudinger. „Deshalb mussten wir nach vier Fahrten abbrechen.“ Dabei begann alles bestens. Hatte es zwar in den Vormittagsstunden noch geregnet, so war Petrus zur Startzeit des fünften Bobby-Car-Rennens in St.Christoph gnädig: kein Regen. 

Zwar war man auf der Fahrt dorthin nicht sicher, ob auf Grund der Wettervorhersage das Rennen nicht womöglich verschoben wurde, doch die St.Christopher Burschen sagten nicht ab. Besucher waren reichlich gekommen. Um 14 Uhr ging es mit der ersten Runde los. 24 Fahrer und Fahrerinnen waren am Start. Der schnellste in dieser Runde war Stefan Ebert aus Steinhöring. Er brauchte mit seinem Gefährt ganze 15,96 Sekunden für die Fahrt den Berg hinunter. Etwa 36 Stundenkilometer schnell war er dabei. Die Hangstraße neben der Kirche ist eine ideale Strecke für solch eine Gaudi. 

Die Route war mit orange-weißen Leitkegeln markiert, Absperrbänder und Strohballen sorgten für die Sicherheit der Fahrer wie Zuschauer. Über der Straße schwebte ein Lautsprecher, der an einem Kranarm hing. Gegenüber stand der Moderator auf einer ausgezogenen Arbeitsbühne, die mit einem Sonnenschirm versehen war und unterhielt das Publikum im besten Bayrisch. Rechts und links der Rennstrecke bildeten die Zuschauer Spalier. Man amüsierte sich köstlich. Wie herrlich war es zuzusehen, wie die Burschen und Frauen sich Mühe gaben, möglichst schnell und ohne Schaden im Ziel anzukommen. Skurrile Anblicke waren garantiert. Freilich überlebte nicht jedes Bobby-Car diese Abfahrt. So ein Gefährt ist ja an sich auch nur auf 25 kg Belastung ausgelegt. Da gab es Achsenbrüche oder abgefallene Räder. Manch einer scheiterte auch an der kleinen Sprungschanze, eine Hürde in der Mitte der Route, die für ganz besonderes Aufsehen sorgte. 

Nach dem Ziel landete der ein oder andere mit voller Fahrt in dem bereitgestellten Strohballenhaufen hinter der Zielgeraden, andere bremsten rechtzeitig davor mit ihren Füßen ab. Ein Fahrer hatte sogar einen Fallschirm zum Bremsen mit dabei, der zwar beim ersten Mal nicht aufging, dafür aber in der zweiten Runde für ganz besonderes Gaudium sorgte. Besonders schnell war der Mann damit freilich nicht, doch ihm schien es auch eher um das Amüsement zu gehen als darum, das Rennen zu gewinnen. Das Publikum dankte ihm seine Show mit kräftigem Applaus. Nach den zwei Qualifikationsrunden, in denen jeder Teilnehmer die Strecke einzeln auf Zeit fuhr – die schnellste Fahrt der beiden Runden wurde gewertet -, ging es in die finale KO-Runde, in der jeweils zwei Fahrer gegeneinander antraten: der schnellste gegen den langsamsten, usw. Doch kurz nach Beginn des Finales kam der Regenguss und damit das vorzeitige Ende Bobby-Car-Rennens. Sieger wurde Martin Maillinger. Den zweiten Platz ergatterte Georg Messerer, den dritten Robert Hundschell. Dass das anschließende Gartenfest dann nicht mehr so gut besucht war wie das Rennen selbst, lag am Wasser. Viele flüchteten einfach vor dem kräftigen Regen. Doch trotz des vorzeitigen Endes, eine Schau war das Bobby-Car-Rennen allemal. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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