Ab heute zum Download bereit

Die Corona-Warn-App – Fragen und Antworten

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Ab sofort ist die App zum Download bereit – was sind die Vor- und Nachteile?

Region – Für viel Gesprächsstoff sorgt zurzeit die neue Corona-Warn-App, die die Bundesregierung auf den Weg gebracht hat. Die App ist ein Angebot der Bundesregierung. Download und Nutzung sind vollkommen freiwillig. Menschen sollen gewarnt werden, die mit positiv getesteten Personen in Kontakt waren. Viele Menschen sind skeptisch. Wie genau funktioniert die App? Was sind die Vor- und Nachteile? Und werde ich durch das Tracking nicht rund um die Uhr ausspioniert? 

Laut Verbraucherschutz ist dies nicht der Fall. Die App ist eine sogenannte „Tracing“- App, keine „Tracking“- App. Der Unterschied: Es geht nicht um den Standort, sondern um die Verfolgung von Begegnungen. Dabei werden die Daten nicht auf einem Server gespeichert, sondern direkt auf dem Gerät. Laut Verbraucherzentrale datensparsamer und weniger missbrauchs­anfällig. Entwickelt wurde die App von der Telekom und SAP. Laut der Bundesregierung hat dabei „der Schutz der Privatsphäre oberste Priorität“. Die App werte keine Geo-Daten aus und übermittelte keine Ortsinformationen. In Frankreich ähnelt die App dem Ansatz in Deutschland, auch die Schweiz und Österreich folgen dem deutschen Beispiel. In Ländern wie China oder Südkorea werden die deutschen Datenschutzanforderungen nicht erfüllt, weil sie ein Bewegungsprofil erstellen. So weit, so gut. Aber wozu soll die Corona-App gut sein? 

So viel ist gesagt, die App schützt natürlich nicht vor Ansteckung. Sie ist zusammen mit den geltenden Hygiene- und Abstandsregeln und dem Tragen eines Mund-Nasenschutzes eine weitere Ergänzung zu den bisherigen Maßnahmen. Nach wie vor kann es 14 Tage lang dauern, bis sich erste Symptome der Krankheit zeigen. Je schneller eine gewarnte Person über das Risiko einer Ansteckung Bescheid weiß, desto schneller kann sie wiederum eigene Schutzmaßnahmen ergreifen – sich etwa in häusliche Quarantäne begeben oder auf besonderen Abstand achten und dadurch weitere Personen vor einer Ansteckung bewahren. Die Überlegung dabei ist, dass die meisten Menschen ein Smartphone haben und es ständig bei sich tragen. Damit die Warn-App funktioniert, muss das Bluetooth eingeschaltet sein. Dazu tauschen die Geräte via Bluetooth zufällig erzeugte Krypto-Schlüssel aus. Auf Basis der Signalstärke wird dabei die Entfernung geschätzt. Der Nutzer muss übrigens aktiv mitteilen, dass er an Covid-19 erkrankt ist. Erst wenn er sein Testergebnis mitteilt, werden seine Kontaktpersonen benachrichtigt. Damit Falschmeldungen verhindert werden, soll das Testergebnis mit einem Code vom Gesundheitsamt verifiziert werden. Es gibt also viele Wenns und Abers bei der richtigen Handhabung. Trotzdem haben viele Menschen Bedenken fehlender Sicherheit, Transparenz und Lücken im System, die erst später aufgedeckt werden. Ebenso haben Nutzer Bedenken, dass die App über den angegebenen Zweck hinaus Daten sammelt.ale

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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