Aus dem Zornedinger Gemeinderat

Corona bremst sozialen Wohnungsbau in Zorneding

Leeres Grundstück in Zorneding
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Welche Grundstücke kommen für sozialen Wohnungsbau in Frage? Erst eine Klausurtagung könnte antworten geben.

Die örtliche SPD hatte bereits 2012 auf den Ausbau im sozialen Wohnungsbau gepocht. Dieser und ein ähnlich lautender Antrag aus 2015 waren dem Sachvortrag in der jüngsten Gemeinderatssitzung beigefügt. 

Zorneding - Anlass war ein Begehren von Bündnis 90/Die Grünen, dass die Gemeindeverwaltung den Ratsmitgliedern ein Grundstück vorschlägt, das sich in kommunalem Besitz befindet und für sozial geförderten Wohnungsbau genutzt werden soll. Grünen-Sprecher Helmut Obermeier unterstrich das Anliegen mit deutlichen Worten: Im Landkreis Ebersberg fehlen 956 Wohnungen.

Die Gemeinden Grafing, Moosach und Anzing hätten Grundstücke bereit gestellt, 44 Sozialwohnungen somit realisiert. Aber von den 2015 für den Landkreis beschlossenen 1.000 Einheiten sei man „noch meilenweit entfernt“. Man wisse, dass es geeignete Grundstücke gäbe, so Obermeier. Aber seine Fraktion wolle nicht vorpreschen, jedoch die Verwaltung eben zu einem Grundstücksvorschlag animieren. Auch, weil nach dem Abriss der Gemeindewohnungen an der Tannenstraße geeignete Flächen gesucht würden, aber man noch nichts weiter davon gehört habe.

Ramona Baumgartner (Die Linke) begrüßte den Antrag ebenso wie Wilhelm Ficker (FW), der diesen als gerechtfertigt bezeichnete. CSU-Rat Ferdinand Glasl verwies indes auf die 50 neuen Wohnungen auf der Pöringer Wimmerwiese und somit einen Beweis dafür, dass die Gemeinde nicht ganz untätig war.

Und dann kam der eigentliche Knackpunkt, auch von Glasl: Bitte diese Thematik in die geplante Klausurtagung einbinden, nicht im Gemeinderat. So sah dies auch Renate Pfluger (CSU), die eine Diskussion zum Thema in der Öffentlichkeit aktuell als „nicht in Ordnung“ befand. Sie verwies auf einen Beschluss, die Klausurtagung für solche Themen zu nutzen. Bürgermeister Piet Mayr pflichtete dem bei, denn solche Grundstücke würden in der Öffentlichkeit eigentlich nicht bekannt gegeben. „Auf keinen Fall!“, widersprach Obermaier lautstark, nachdem Steffi Berndlmaier (CSU) eine Vertagung verlangte. Und so kam es zur Abstimmung hierüber: 12:9 lautete das Ergebnis für eine Vertagung in die Klausursitzung. Somit werden sich die Zornedinger Grüne mehr noch als andere Fraktionen auf das Ende dieser endlos scheinenden Pandemie freuen. osw

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