Der in Zeiten von Corona

Vaterstetten: Freisportanlagen wieder geöffnet

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Immer schön auf Abstand: Vaterstettens Bürgermeister Leopold Spitzauer und Ingo Süß von der Gemeindeverwaltung eröffnen die Freisportanlagen der Gemeinde wieder.

Vaterstetten hat ganz offiziell seine Freisportanlagen wieder geöffnet. Die Sportler haben allerdings strikte Auflagen.

Vaterstetten - Kein Abklatschen, kein Handshake, kein Ins-Ohr-Flüstern für taktische Überlegungen- im Sport sieht in diesen Tagen vieles anders aus als gewohnt. Seit 14. Mai sind in Vaterstetten die Freisportanlagen wieder in Betrieb. 

Bürgermeister Leonhard Spitzauer (CSU) hat sie offiziell freigegeben. Somit kann im Sportzentrum wieder trainiert werden, aber nur unter erheblichen Einschränkungen: Mit nur maximal fünf Personen in einer Kleingruppe und ohne Kontakte. Zweikämpfe sind also nicht erlaubt, zwischen den Personen ist 1,50 Meter Abstand einzuhalten. Insgesamt sollen sich nicht mehr als 20 Spieler gleichzeitig auf einem Großspielfeld befinden, erklärt Ingo Süß vom Vaterstettener Sportanlagenmangement. „Ein Spielbetrieb ist nicht zulässig, Zuschauer nicht erlaubt, Umkleiden und Duschen sind gesperrt.“ Die notwendige Desinfektion von Bällen oder Geräten müssen die Vereine leisten, ebenso für Schutzmasken und Einmalhandschuhe sorgen. 

„Wir haben dafür gerade rund 1000 Euro ausgegeben“, erzählt Peter Brenner vom SC Baldham-Vaterstetten. Ein enormer Aufwand für eine verhältnismäßig geringe Nutzung. „Jede Mannschaft kann wegen der Personen-Beschränkung nur einmal die Woche zum Training kommen.“ Ein Mitglied hat eine App entwickelt, über die die Trainer und Betreuer tagesaktuell ihre notwendigen Checklisten mit Teilnehmern, Gesundheitsabfrage und mehr führen können. Der SCBV hat schon ein paar Tage vorher mit dem Tennisspielen angefangen – ebenfalls unter strikten Auflagen. Auch hier sind beim Gruppentraining nur bis zu vier Personen plus Trainer erlaubt.

 Die Vereinsbosse haben ihre Mitglieder zudem auf Dinge aufmerksam gemacht, über die sich vielleicht mancher noch gar keinen Kopf gemacht hat. Zum Beispiel Regenunterbrechung. „Bei plötzlich einsetzendem Regen ist jeder selbst dafür verantwortlich, die Abstandsregeln einzuhalten. Ansammlungen zum Beispiel unter Vordächern sind nicht erlaubt. Gehen Sie am besten direkt zu ihrem Auto, wenn ein Unterstellen mit Abstand nicht möglich ist.“ Eltern sollen sich bei aufkommenden Regen möglichst in der Nähe der Anlage aufhalten, um ihre Kinder schnellstens abholen zu können. 

Auch die Vaterstettener Bogenschützen lassen seit 11. Mai wieder ihre Pfeile fliegen. Pro Scheibe steht nur eine Person davor, in normalen Zeiten könnten hier bis zu vier Schützen ins Gold zielen. Die Bogensportler machen kein offizielles Training, sondern haben ihre Mitglieder mit individuellen Übungsplänen versorgt, die jeder für sich abarbeitet. „Es ist ein bisschen mehr Aufwand, aber es funktioniert“, sagt Kassenwart Michael Ullrich. Die Indoor-Sportarten hingegen müssen noch weiter auf den Neustart warten. die

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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