Corona-Pandemie: Flexibilität ist gefragt

Arzt impft einen Patienten
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Aktuell stockt es mit den Impfungen gegen Corona im Landkreis Ebersberg

Alle Heimbewohner im Landkreis Ebersberg sind mittlerweile geimpft. Hausärzte können aufgrund der AstraZeneca-Problematik noch nicht impfen

Landkreis Ebersberg – Recht unterschiedlich sind derzeit die Fallzahlen im Landkreis. Aktuell werden in Poing 57 positiv getestete Personen gezählt. Dies sind rund 36 Prozent aller im Landkreis positiv getestet Bürger. „Tests in den Kinderbetreuungseinrichtungen haben zu den positiven Befunden geführt“, so die Information des Landratsamtes auf Nachfrage.

Weitere zwei einschneidende Änderung stehen an: die ab dem 22. März in den Pilotpraxen geplanten Impfungen müssen entfallen. Eine neue Station für die Corona-Schnelltests soll bald auf dem Ebersberger Volksfestplatz eingerichtet werden. Das Diagnostik- sowie das Impfzentrum an der Kolpingstraße bleiben bestehen.

Seitens des Landratsamtes versicherte man, dass aktuell keine weiteren Schritte notwendig seien, um in Poing das Infektionsgeschehen einzudämmen. Das Gesundheitsamt habe ein besonderes Augenmerk auf die Einhaltung des Rahmenhygieneplanes für Kindertagesstätten. Die Kontaktverfolgung werde weiterhin durchgeführt. Dass insbesondere auch Kinder mit Corona infiziert sind, ist längst kein Geheimnis mehr.

Noch liegt der 7-Tage-Inzidenzwert für den gesamten Landkreis bei knapp 75. Der Inzidenzwert aus den Fallzahlen ist ein erster Indikator, der anzeigt, wo und in welche Richtung die Pandemie sich entwickelt und wann entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen werden müssen.

Noch immer ist die Gruppe der über 80-jährigen, etwa 9.450 Personen im Landkreis, nicht vollständig geimpft worden, weil die entsprechende Impfstoffmenge nicht geliefert wurde. Allein in dieser Woche sei der Biontech-Impfstoff nur für die Zweitimpfung geliefert worden. Derzeit haben rund 14.200 Landkreisbürger die Erstimpfung, wobei knapp die Hälfte über 80 Jahre alt sind. Knapp 5.100 Bürger haben auch die zweite Impfung; knapp 3.100 sind älter als 80 Jahre. Hoch zufrieden ist Landrat Robert Niedergesäß, dass alle Heimbewohner nun geimpft sind. Brigitte Keller vom Krisenteam unterstreicht die positive Wirkung der Impfung: „Wir haben derzeit keine Corona-Infizierten in den Heimen.“

Durch die mobilen Impfteams werden nun vor Ort die über 80-jährigen Landkreisbewohner geimpft, die nicht ins Impf-Zentrum kommen können. Die einzelnen Landkreiskommunen unterstützen ihre älteren Mitbürger, damit die Impfung organisiert werden kann.

Rund 200 Lehrer wurden bisher im Landkreis geimpft. Aktuell bleiben die Arzt-Zimmer, eigens zur Verimpfung von AstraZeneca geschaffen, leer; hingegen füllen sich die Kühlschränke mit dem Impfstoff. Während der Corona-Pandemie bot das Verwaltungsgebäude an der Kolpingstraße über drei Stockwerke hinweg eine flexible Raumnutzung für Sitzungen verschiedener Landkreisbehörden wie auch -organisationen.

Hier können pro Tag 800 bis 1.000 Corona-Abstriche erfolgen; in der Regel kommen 500 Personen in das Diagnostikzentrum. Für täglich 600 Impfungen ist das Impfzentrum derzeit ausgelegt, wobei aktuell 250 pro Tag stattfinden. Auch die Nachverfolgungsteams CTT arbeiten von hier aus. In der dritten Etage hat die Untere Naturschutzbehörde ihre Arbeitsplätze mit ausreichend Abstand eingerichtet. ar

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