Infos aus dem Landratsamt

Informationen zum Corona-Virus im Landkreis Ebersberg

Im Landkreis sind 52 Menschen am Corona-Virus erkrankt. In den nächsten 14 Tage soll in der Dreifachturnhalle in Ebersberg ein Hilfskrankenhaus entstehen

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Montag, 23. März, 52 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 356 Menschen. In der Kreisklinik werden Stand heute, 23. März 2020, 4 infizierte Patienten behandelt, zwei von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 24 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Am Montag wurde eine Lieferung von Schutzmaterial wie Masken und Schutzanzüge erwartet. Den Transport aus einem Zentrallager des Bundes für die Landkreise Ebersberg und Erding hat das Technische Hilfswert Markt Schwaben übernommen. Die Führungsgruppe Katastrophenschutz wurde vom Innenministerium in eine 24-Stunden-Rufbereitschaft versetzt. Die Vorbereitungsarbeiten für das Hilfskrankenhaus in der Dreifachturnhalle in Ebersberg laufen auf Hochtouren. Die Halle wurde bereits geräumt. 

In den nächsten 14 Tagen wird hier ein Hilfskrankenhaus entstehen. Dieses Hilfskrankenhaus wird vorsorglich für den Fall vorbereitet, falls die Kapazitäten der Kreisklinik nicht mehr ausreichen sollten. Die Klinik kann für den Notfallbetrieb auf bis zu 400 Betten erweitern. Landrat Niedergesäß: „Wir hoffen, dass wir dieses Hilfskrankenhaus nie benötigen, aber wir müssen uns für den Ernstfall vorbereiten.“ Eine besondere Herausforderung ist es, schnell in der benötigten Zahl entsprechend qualifiziertes Personal zu finden. Daran arbeiten verschiedene Fachbereiche und Organisationen. Interessierte können sich auch über das Bewerberportal des Landratsamteswww.mein-check-in.de/lra-ebe/overview bewerben. 

Die Untersuchungskapazitäten am Diagnostikzentrum wurden inzwischen auf 160 Untersuchungen pro Tag gesteigert, es kann weiter auf 200 Untersuchungen ausgebaut werden. Systemrelevantes Personal wird im Falle einer Identifizierung als Kontaktperson 1 vorrangig getestet, auch wenn es keine Symptome hat. Das Hilfspersonal soll so schnell wie möglich an seinen Einsatzort zurückkehren können. Dagegen wurde von der mobilen Diagnostikmöglichkeit in Poing zunächst wieder Abstand genommen, weil die Kapazitäten in Ebersberg nun für den Bedarf des Landkreises ausreichen und derzeit keine Prioritäten auf einen weiteren mobilen Standort gebunden werden sollen, der noch dazu immer nur sporadisch besetzt werden könnte.

Landrat Robert Niedergesäß: „Wir brauchen für das Hilfskrankenhaus, das wir gerade ausstatten, dringend medizinisches Personal. Falls auch bei uns in kurzer Zeit sehr viele Infizierte versorgt werden müssen, müssen wir eine Entlastung für die Kreisklinik schaffen. Bitte melden Sie sich, wenn Sie eine Ausbildung in einem medizinischen Beruf haben. Sie werden dringend gebraucht.“

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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