Corona testen im Landkreis Ebersberg

„Testen ja, aber bitte nicht so“

Corona-Test
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Corona testen im Landkreis Ebersberg

Kinder und Jugendliche sollen sich in Zukunft in der Schule selbst testen. Eltern sehen diese Strategie skeptisch

Landkreis – Stäbchen in die Nase, sechs Sekunden drehen und wenden – und fertig ist der Coronatest. Was sich einfach anhört, ist doch ziemlich unangenehm. Mittlerweile dürfte diese Erfahrung so ziemlich jeder einmal gemacht haben. Und in Zukunft sollen Kinder und Jugendliche dieses Prozedere selbst an ihrer Schule durchführen. Kommen Jugendliche eventuell noch damit zurecht, ist es bei Grundschulkindern doch schwer vorstellbar, dass sie sich das Teststäbchen in die Nase schieben.

Eltern der Grundschule in Steinhöring wollen das so nicht akzeptieren. „Grundsätzlich befürworte ich das breit angelegte Testen zur Eindämmung der Pandemie“, sagt Johannes Mantei. Sein Sohn Max geht in die zweite Klasse, er selbst lässt sich zweimal die Woche berufsbedingt testen. „Die Einwilligung zur freiwilligen Teilnahme an den Selbsttests konnte ich schweren Herzens nicht unterschreiben.“ Damit ist er nicht alleine. Viele Eltern hadern mit der Entscheidung. Denn: zu viele Fragen sind offen. Wie sollen die Kinder denn diese Tests selbst durchführen? Was passiert im Fall eines positiven Tests? Droht die Stigmatisierung durch die Klassenkameraden?

Und: Wer betreut die Kinder während der notwendigen Isolation, wenn der Test positiv ist? Testen um jeden Preis? Die Eltern in Steinhöring wollen das so nicht hinnehmen. Sie schlagen stattdessen vor, dass die Tests doch von Vertrauenspersonen im gewohnten Umfeld stattfinden sollten, sprich: von den Eltern zuhause. Um dies zu unterstreichen, haben sie einen Brief an die Landtagsabgeordneten Thomas Huber (CSU) und Doris Rauscher (SPD) verfasst. Und hoffen, etwas bewegen zu können. Zum Thema ist mittlerweile auch eine Online-Petition gestartet. sc

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