Corona-Update für den Landkreis Ebersberg am 5. Februar 2021

Viele Corona-Tote im Landkreis Ebersberg

Corona-Update für den Landkreis Ebersberg am 5. Februar 2021
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Corona-Update für den Landkreis Ebersberg am 5. Februar 2021

In der Sitzung des Krisenstabs wurden Gründe dafür diskutiert, dass im Landkreis Ebersberg im Vergleich relativ viele Todesfälle zu verzeichnen sind.

Zum Stand Freitag, 5. Februar 2021 ist bei 238 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 4545 Infektionen aufgetreten. 4173 Erkrankte gelten als geheilt, 139 sind leider verstorben. Als Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne befinden sich aktuell 226 Landkreisbewohner.

Die neu in der Statistik des Gesundheitsamtes erfassten Sterbefälle stammen aus der Zeit zwischen dem 8. Dezember 2020 und dem 3. Januar 2021. Ihre Geburtsjahrgänge liegen zwischen 1927 und 1940. Die zugehörigen Todesbescheinigungen sind erst jetzt in der Gesundheitsbehörde eingegangen oder es bestanden Unklarheiten über die Todesursache. Wenn das der Fall ist, werden umfangreiche und zeitintensive Recherchearbeiten notwendig.

In der Sitzung des Krisenstabs heute wurden Gründe dafür diskutiert, dass im Landkreis Ebersberg im Vergleich relativ viele Todesfälle zu verzeichnen sind.

Einer davon könnten Unterschiede in der Erfassung für die Statistik sein. Im Gesundheitsamt Ebersberg wird nach Einzelfallprüfung jeder Verstorbene in die Liste der Corona-Toten aufgenommen, auf dessen Todesbescheinigung vermerkt ist, dass er in der Vergangenheit eine Covid-19-Erkrankung hatte. Dies kann auch der Fall sein, wenn die tatsächliche Infektionszeit schon länger zurückliegt. Der Tod hat sich also eventuell in einem längeren Zeitabstand zur Covid-19-Erkrankung ereignet oder er kann auch in keinem Zusammenhang mit der Covid-19-Erkrankung stehen.

In den Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis werden zudem die Bewohner intensiv auf eine Infizierung mit SARS-CoV-2 getestet – nach der derzeit hier gültigen Allgemeinverfügung zweimal pro Woche. Würde man nicht in dieser Breite testen, könnte es durchaus vorkommen, dass hochbetagte Menschen an ihren Vorerkrankungen versterben, ohne dass bekannt würde, dass sie auch mit dem Corona-Virus infiziert waren.

Schon zu Beginn der Pandemie im vergangen Jahr wurden Senioren- und Pflegeeinrichtungen im Landkreis konsequent dabei unterstützt die in den Rahmenhygieneplänen geforderten Maßnahmen und Strukturen zu schaffen. Dazu gehören beispielsweise Besuchsregelungen, Isolierbereiche, Schutzausrüstung für das Personal und eben eine hohe Anzahl von Tests von Bewohnern und Personal, die vom Diagnostikzentrum zur Verfügung gestellt oder vorgenommen werden. In

jüngster Zeit kamen dazu die über mobile Teams des Impfzentrums durchgeführten Impfungen in den Einrichtungen. Es liegen leider keine gesicherten Erkenntnisse darüber vor, warum es in verschiedenen Häusern dennoch zu Infektionsausbrüchen gekommen ist. Inzwischen ist der Anteil der Infizierten in Heimen im Verhältnis zu allen Infizierten auf 13,9 % zurückgegangen.

Der Wert für die 7-Tage-Inzidenz liegt im Landkreis Ebersberg laut RKI Dashboard zum Stand 5. Februar, 0 Uhr bei 64.0. Auf der Basis der Zahlen des Gesundheitsamtes vom 4. Februar ergibt sich eine Inzidenz von 63.94. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben.

In der Kreisklinik Ebersberg werden derzeit neunzehn Patienten mit einem positiven Corona-Test behandelt. Fünfzehn kommen aus dem Landkreis. Zwei der Covid-Patienten müssen auf der Intensivstation behandelt werden. In der Klinik gibt es sechs Verdachtsfälle.

Über das Diagnostikzentrum wurden von Dienstag bis Donnerstag in dieser Woche insgesamt 2200 Menschen auf eine Infizierung mit SARS-CoV-2 untersucht.

Am Corona-Bürgertelefon (08092) 85 16 16 haben im gleichen Zeitraum 242 Anrufer Rat gesucht. Über die Hotline für Betriebe und Unternehmen (08092) 823 685 haben sich 20 Anrufer beraten lassen.

Über die Nummer des Impfzentrums (08092) 863 686 haben sich in dieser Zeit 2677 Anrufer Rat geholt beziehungsweise für eine Impfung registrieren lassen. In diesem Zusammenhang ein Hinweis des Impfzentrums: Seniorinnen und Senioren, die über achtzig Jahre alt sind und deshalb in der Gruppe der höchsten Priorisierung müssen sich für eine Impfung beim Impfzentrum oder über das Online-Portal www.impfzentren.bayern anmelden. Das Schreiben, das sie aus dem Landratsamt erhalten haben, sollte sie auf ihren Priorisierungs-Status und auf die Möglichkeit einer Impfung aufmerksam machen. Sie sind mit Erhalt des Schreibens nicht automatisch angemeldet.

22.220 Landkreisbürgerinnen und –bürger haben sich schon über das Online-Portal www.impfzentren.bayern für eine Impfung registrieren lassen. In dieser Woche konnten jedoch nur Zweitimpfungen durchgeführt werden. Insgesamt standen dafür 1080 Impfdosen zur Verfügung. Für Erstimpfungen war kein Impfstoff verfügbar.

Für die kommende Woche sind über 800 Dosen für Erstimpfungen angekündigt. Läuft alles nach Plan, können ab Mittwoch und Samstag der nächsten Woche insgesamt 500 der derzeit registrierten Berechtigten

geimpft werden. Je nachdem wie sie sich zur Impfung angemeldet haben, erhalten sie entweder eine SMS oder E-Mail über das Impfportal zur Vereinbarung eines Termins im Impfzentrum oder einen Anruf des dortigen Callcenters. 300 Dosen des angekündigten Impfstoffes werden von mobilen Teams geimpft - in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, für psychisch Kranke und dem sogenannten Betreuten Wohnen zum Beispiel.

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