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Corona-Update für den Landkreis Ebersberg

Laborangestellte nimmt Corona-Test vor
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Nachdem der Wert die letzten Tage relativ konstant war, steigt die 7-Tage-Inzidenz wieder. In der Pflegeeinrichtung in Markt Schwaben sind zwei weitere Bewohner verstorben.

Zum Stand Freitag, 6. November 2020 ist bei 314 Menschen aus dem Landkreis Ebersberg eine Infizierung mit dem Corona-Virus SARS-CoV-2 nachgewiesen. Bisher sind im Landkreis insgesamt 1451 Infektionen aufgetreten. 1127 Erkrankte sind wieder gesund, zehn sind leider verstorben. 1125 Landkreisbewohner sind derzeit als Kontaktpersonen der Kategorie 1 in Quarantäne.

Die 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis Ebersberg ist erneut deutlich gestiegen und liegt jetzt bei 180.69. Der Wert gibt an, wie viele Menschen sich bezogen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen neu mit dem Corona-Virus infiziert haben.

Die aktuellen Corona-Zahlen für den Landkreis Ebersberg vom 6. November

In den vergangenen Wochen beständig gestiegen ist die sogenannte Positivrate. Sie zeigt, welchen Anteil die positiven Testergebnisse an der Gesamtzahl der Tests in einem bestimmten Zeitraum haben. Zuletzt lag der Wert für den Landkreis Ebersberg bei 5.49.

Im Pflegeheim Walterhof in Markt Schwaben sind zwei weitere Bewohner verstorben. Beide litten an schweren Vorerkrankungen, hatten keine Covid-19-Symptome, waren aber positiv auf SARS-CoV-2 getestet. In der Einrichtung haben insgesamt 34 Bewohner einen positiven Corona-Test, bei einem ist die Diagnose unklar. Außerdem haben sich achtzehn Mitarbeiter mit dem Virus infiziert. Die beiden aktuellen Todesfälle sind in der Statistik s.o. und in der zugehörigen graphischen Darstellung noch nicht enthalten.

In der Kreisklinik Ebersberg werden im Moment acht Patienten mit einem positiven Corona-Test behandelt. Vier von ihnen leben nicht im Landkreis Ebersberg. Zwei befinden sich auf der Intensivstation, eine Person muss beatmet werden. Es gibt dort neun Verdachtsfälle.

Über das Diagnostikzentrum sind am Donnerstag 589 Menschen untersucht worden.

Am gleichen Tag haben sich 186 Anrufer an das Bürgertelefon (08092) 823 680 gewandt. 27 Anrufe verzeichnet die Hotline für Betriebe und Unternehmer (08092) 823 685.

Immer wieder für Diskussionen sorgen die Kriterien, nach denen Kontaktpersonen zu einer infizierten Person definiert werden. Das zuständige Ministerium hat den Gesundheitsämtern dazu eine klare Leitlinie vorgegeben. Dennoch können sich Einzelfälle unterscheiden, weil bei der Kontaktnachverfolgung individuell auf die jeweilige Situation eingegangen wird. Es gibt auch Fälle, bei denen eine solche

Differenzierung nicht möglich ist, dann führt das u.U. dazu, dass größere Gruppen in Quarantäne müssen. Das gilt auch, wenn sogenannte FFP2-Masken im Einsatz waren. Sie verhindern nicht, dass die Träger als Kontaktpersonen der Kategorie 1 gelten können. Die Masken leisten aber einen wichtigen Beitrag zur Reduzierung des Infektionsgeschehens, wenn sie entsprechend zertifiziert sind und regelmäßig gewechselt werden.

Beim Landratsamt gehen derzeit häufiger Anfragen nach Ausnahmegenehmigungen zu Veranstaltungen besonders aus dem Freizeitbereich ein. Hier muss sehr restriktiv verfahren werden um den Erfolg der Einschränkungen nicht zu gefährden, die derzeit gelten, ob im privaten Bereich oder beispielsweise in der Gastronomie und beim Vereinssport. Unsere große gemeinsame Aufgabe ist es, in dieser Phase der Pandemie die direkten Kontakte von Mensch zu Mensch so gering wie möglich zu halten. Wir müssen alle den Tatsachen realistisch ins Auge sehen und uns entsprechend verantwortungsvoll verhalten. Nur so brechen wir die zweite Welle der Pandemie.

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