Zahlen aus dem Landratsamt

Das Corona-Update für den Landkreis Ebersberg

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Im Landkreis Ebersberg sind aktuell 164 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In den Pflegeeinrichtungen gilt ab sofort ein Aufnahmestopp. In Heimen ist zudem die notwendige Schutzkleidung ein Problem

Landkreis  - Am Freitag, 3. April 2020, ist in der Kreisklinik ein Patient an der Covid-19-Erkrankung verstorben. Der 81-Jährige, der Vorerkrankungen hatte, stammte aus dem Landkreis und hat in einem Privathaushalt gelebt. Dies teilt das Landratsamt Ebersberg mit. 

Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Samstag, 4. April , 164 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 354 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 265 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 101 von ihnen sind wieder gesund. 145 Landkreisbürger haben sich am Freitag über das Bürgertelefon (0 80 92) 82 36 80 an das Landratsamt gewandt. 14 Betriebe haben sich über die für sie eingerichtete Hotline informiert. Insgesamt haben sich bereits über 8.100 Landkreisbürger an das Landratsamt gewandt.

109 Menschen wurden am Diagnostikzentrum untersucht. Seit diesem Wochenende werden die Untersuchungen auch am die Samstage erweitert. Das Diagnostikzentrum hat Untersuchungskapazitäten bis zu 250 Abstrichen am Tag.

In der Kreisklinik werden Stand Samstag, 4. April , 14 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 25 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Auch in den Pflegeeinrichtungen im Landkreis Ebersberg gilt nun ein Aufnahmestopp. Nur wenn eine 14-tägige Quarantäne für Neuzugänge sichergestellt werden kann und eine Genehmigung des Gesundheitsamts vorliegt, sind Ausnahmen in Notfällen möglich. Ein großes Problem in diesem Zusammenhang ist die vielerorts ungenügende Anzahl von Schutzkleidung in den Heimen. Auch Entlassungen von Heimbewohnern aus der Kreisklink könnten problematisch werden. Dazu wird gemeinsam mit den Einrichtungen im Landkreis an Lösungen gearbeitet.

Ab Montag, 6. April , wird im Landratsamt eine Hotline angeboten für Menschen, die in der Corona-Krise von Trauer und Verlust betroffen sind. Immerhin können schon seit mehreren Wochen die Angehörigen in den Alten- und Seniorenheimen nicht mehr besucht werden. Unter der Telefonnummer (08092) 823 684 erreichen sie Ansprechpartner zu den folgenden Zeiten: Montag von 9 bis 12 Uhr, Dienstag von 14 bis 16 Uhr, Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr.

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