Aktuelle Zahlen aus dem Landkreis zum Corona Virus

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Das Landratsamt gibt sein tägliches Update zum Corona Virus. Auf Alten-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen liegt in diesen Tagen ein ganz besonderes Augenmerk.

Landkreis - Im Landkreis Ebersberg sind zum Stand Dienstag, 31. März , 128 Menschen mit dem Corona-Virus infiziert. In häuslicher Quarantäne befinden sich 380 Menschen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden im Landkreis insgesamt 192 Menschen positiv auf das Corona-Virus getestet. 64 von ihnen sind wieder gesund. In der Kreisklinik werden Stand Dienstag, 31. März, 15 infizierte Patienten behandelt, fünf von ihnen befinden sich auf der Intensivstation und müssen beatmet werden. Es gibt 25 Verdachtsfälle. Sie werden isoliert stationär behandelt.

Im Krisenstab heute Morgen stellte Versorgungsarzt Dr. Marc Block ein Konzept zur Sicherstellung der medizinischen Versorgung in der Krise vor. Zunächst sollen sechs Covid-Schwerpunktpraxen implementiert werden, die im Rotationprinzip arbeiten. Neun Facharztpraxen sollen zur Entlastung der Kreisklinik einspringen. Zum Schutz der Bewohner vor Infektionen in Seniorenheimen wird pro Heim nur noch ein Arzt tätig sein.

Auf Alten-, Senioren- und Behinderteneinrichtungen liegt in diesen Tagen ein ganz besonderes Augenmerk, da ältere Menschen ein höheres Risiko haben, einen schweren Krankheitsverlauf zu erleiden. Trotz bisher 192 Corona-Infizierter im Landkreis Ebersberg, von denen bereits 64 als geheilt gelten, ist derzeit kein Bewohner in einem Altenheim im Landkreis Ebersberg infiziert. Das spricht für das gute Hygienemanagement in den vierzehn Alten- und Seniorenheimen des Landkreises. Mit der weiter steigenden Zahl an Infizierten steigt jedoch der Infektionsdruck auf die Altenheime. Einen 100%igen Schutz vor Ansteckung gibt es nicht.

Im Krisenstab des Landratsamtes wird daher intensiv geprüft, welche Handlungsoptionen bei Auftreten von Corona-Infektionen in Altenheimen bestehen. Zum Schutz der nichtinfizierten Heimbewohner wird geplant, alle infizierten Pflegebedürftigen auf einer Isolierstation im Altenheim zu versorgen. Durch strikte Trennung von Räumen und Personal wären sowohl eine gute Versorgung der Infizierten und ein sicherer Schutz der Nichtinfizierten gewährleistet. Landrat Robert Niedergesäß: „Bereits letzte Woche haben wir alle Heimbetreiber zu einem Abstimmungsgespräch eingeladen und Lösungsmöglichkeiten erörtert, alle weiteren Schritte werden eng abgestimmt. Ich bedanke mich bei allen Heimvertretern für die sehr lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Schutz der Bewohner und Mitarbeiter. Über die E-Mail-Adresse fqa-katastrophenschutz@lra-ebe.de möchte das Landratsamt die Sorgen und Nöte aufnehmen und beratend unterstützen.“

Ein weiteres Problem sind die Besuchsverbote für die Bewohner. Schon seit letzter Woche arbeitet das Landratsamt an einem Konzept, mit Senioren in Kontakt zu treten über verschiedene Medien. Auch „aufsuchende“ Telefonate werden geplant. „Wir freuen uns, dass der Freistaat Bayern hier unbürokratisch und pauschal 60.000 Euro im Rahmen der Initiative „Unser Soziales Bayern: Wir helfen zusammen!“ zur Verfügung stellt“, so der Landrat.

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