Zu hohe Mieten im Landkreis Ebersberg

Kommunen schaffen Wohnraum

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Bei der Entwicklung der Mieten im Landkreis gibt es nur eine Richtung.

Es ist ein Dauerthema im Landkreis: die hohen Mieten. In Moosach soll jetzt günstiger Wohnraum geschaffen werden

Landkreis – Immer mehr Wohnungssuchende müssen feststellen, dass die Mieten und die Kaufpreise von Wohnungen im Landkreis Ebersberg von ihnen nicht mehr zu zahlen sind. Obdachlosigkeit ist längst im Mittelstand angekommen, erklärte kürzlich Ernst Weinzierl, Geschäftsführer der „Brücke“ in Ebersberg. 

Ein kleines Licht am Ende des Tunnels blinkt derzeit in Moosach und Ebersberg auf. Das gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU), die „Wohnbaugesellschaft Ebersberg“, ist der Versuch des Landkreises und seiner Kommunen, auf die Wohnungsnot eine Antwort zu geben. Das Vorzeige-Projekt steht in Grafing, ein respektabler Gebäudekomplex in der Kapellenstraße. Hier wurde mittels staatlicher Fördermittel auf gemeindeeigenem Grund Wohnraum ohne Schnickschnack durch die gKU errichtet. Diese betreibt auch das Haus, will heißen, sie vermietet und hält das Haus in Stand. 

Einen Teil des Gebäudes hat die Stadt Grafing für in Grafing obdachlos gewordene Bürger angemietet und kann so ihrer kommunalen Verpflichtung der Unterbringung nachkommen. Nach Grafing sollen heuer in Moosach - die Gemeinde ist dem gKU bereits beigetreten - nach gleichem Modell acht bis zehn Wohneinheiten in einem Gebäude entstehen. Mit der Gemeinde Anzing sei man im Dialog, wie Landrat Robert Niedergesäß bestätigte. Weil günstiger Wohnungsraum immer mehr die Personalfindung der Ebersberger Kreisklinik beeinflusst, laufen derzeit Bauleitplanungen für 100 Wohneinheiten an der Münchner Straße gegen über der Kreisklinik. Alle Wohnungen auf einmal zu bauen, würde die gKU überfordern.

Ohnehin arbeite die gKU nur nach dem GU-Modell. Dies bedeutet, so erklärte Brigitte Keller, Finanzmanagerin im Landratsamt, dass ein Generalunternehmen den Hausbau übernimmt, keine einzelnen Gewerke seitens des gKU ausgeschrieben werden würden. Dazu sei das gKU personell auch gar nicht aufgestellt, stellte sie klar. Nachteilig wäre das Modell, weil hierzu eine längere Planungsphase benötigt würde. Dafür gäbe es dann aber bezahlbaren Wohnraum. Um möglichst zügig den Wohnraum – optimaler Weise schon 2020 für das Klinikpersonal zu Verfügung stellen zu können, werden die Gebäude einzeln an Generalunternehmer vergeben, was aufgrund niedrigerer Baupreise dann auch nicht langwierig europaweit ausgeschrieben werden müsse. ar

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