Jede Menge Besucher

Tag des offenen Denkmals im Landkreis Ebersberg

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Zum deutschlandweiten Tag des offenen Denkmals öffnen im Landkreis auch die Gutshöfe Georgenberg, Herrmannsdorf und Sonnenhausen ihre Pforten – es kamen Hunderte

Glonn – Eigentlich sollte es eine Wanderung geben, vergangen Sonntag zum Tag des offenen Denkmals zwischen den Gutshöfen Sonnenhausen, Herrmannsdorf und Georgenberg, geführt von Landrat Robert Niedergesäß. Doch es regnete in Strömen und so fiel der Fußmarsch aus. Gleichwohl waren zahlreiche Besucher gekommen, um sich zur Geschichte der drei Orte, der Häuser und ihrer Architektur etwas erzählen zu lassen. Ohnehin spannend, wenn solche Kleinode für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Hunderte waren es, die den Vorträgen lauschten und sich durch die Anwesen führen ließen. Wann kommt man zum Beispiel schon mal in das Herrenhaus in Hermannsdorf? Den Blick auf die große hölzerne Treppe im Inneren und den Charme des frühen vergangenen Jahrhunderts wollte sich kaum jemand entgehen lassen. Das zweigeschossige Herrenhaus mit seinen runden Ecktürmen in Herrmannsdorf ist im neubarocken Still mit Jugendstildetails um 1900 errichtet worden. 

„Wir wollen unbedingt noch nach Georgenberg,“ so einige Besucher. „Da waren wir noch nie drinnen, denn es ist nicht so einfach, da hineinzukommen.“ Der einstige Schäferhof wird seit über 20 Jahren biologisch geführt. In der 300 Quadratmeter großen Tenne hängt ein mächtiger Kronleuchter. Dort kann man feiern und tagen. In der kleinen Hofkapelle, einem barocken Saalbau, die dem Heiligen St. Georg geweiht ist, steht der Eigentümer des Gutshofes, Hermann Weil und erzählt den Besuchern die Geschichte dieses reizenden Gotteshaus, in dem im Anschluss sogar musiziert wird. Das Kirchlein ist voll, man lauscht aufmerksam. Die Kapelle mit ihrer Zwiebelhaube ist um 1723 errichtet, im Kern romanisch. 

Ein paar Kilometer weiter liegt Gut Sonnenhausen in idyllische Landschaft eingebettet. Von dort sollte die Wanderung losgehen. Die große Reithalle ist voll. Es kommen immer mehr Menschen. Vor der Tür stapeln sich die Regenschirme. Die drei Kreisheimatpfleger sind da, Landrat Robert Niedergesäß, Glonns Bürgermeister Josef Oswald, Geschäftsführer Georg Schweisfurth. Eine Blaskapelle spielt. Bevor man durch das stattliche Gut in verschiedenen Gruppen geführt wird, erzählt Natascha Niemeyer-Wasserer, eine der drei Kreisheimatpfleger von den Bauherren und Architekten des Gutes, das heute als mondänes Tagungs- und Veranstaltungshotel geführt wird. Baron Adolf von Büsing Orville hieß der Mann, der den Weiler 1900 kaufte und in einem un-bayerischen Stil zu einem Gutshof samt Pferdegestüt ausbauen ließ, im historistisch-europäischen Stil. Spannagel und von Thiersch heißen die beiden Architekten, die auch in München tätig waren und nicht unbedeutend sind. Seit 1993 findet der Tag des offenen Denkmals unter der Koordination der Deutschen Stiftung Denkmalschutz bundesweit statt und zieht insgesamt immer wieder Millionen von Besuchern. Auch im Landkreis ist das eine Attraktion. 

Neben den drei Gutshöfen konnte man an diesem Sonntag vier sonst geschlossene Kirchlein in Oberpframmern und den Einfirsthof Hofna in Steinhörings Ortsteil St. Christoph besichtigen. Auch dort war reichlich Publikum. Kees

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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