Für ein schönes Zorneding

Schulkinder aus Pöring und Zorneding sammeln eine Woche lang Müll

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Staunend umringten die Schüler den Anhänger voll Müll.

Das dritte Jahr in Folge widmeten die Grundschüler aus Zorneding und Pöring nun eine ganze Woche ihrer Ramadama-Aktion im Gemeindegebiet

Ausgerüstet mit Müllsäcken und Greifzangen machten sie sich auf den Weg, um vor allem an neuralgischen Punkten wie S-Bahn-Bereich oder Spielplätzen den Müll aufzusammeln, den andere Leute dort achtlos weggeschmissen haben. Einen Teil ihrer erschreckend großen Ausbeute haben sie gleich selbst zum Wertstoffhof gebracht und dabei machten sie eine traurige Entdeckung, denn auch in der Umgebung des Wertstoffhofes entdeckten sie jede Menge Müll, den offensichtlich Leute dort stehen gelassen hatten, die außerhalb der Öffnungszeiten des Wertstoffhofes dorthin gekommen waren. Einen ganzen Anhänger voll Müll brachten die Kinder zur Abschlussveranstaltung auf den Zornedinger Schulhof mit. 

Was da alles bestaunt werden konnte! Ein rostiges Verkehrsschild, ein Gummistiefel, Computerschrott, Möbelteile, ein Aufsteller aus dem Supermarkt… und die Kinder hatten noch viel mehr kuriose Dinge gefunden, wie sie berichteten, etwa eine Flöte, ein langes Rohr, eine volle Windel, einen Topfdeckel und Billardkugeln. 

Schulleiterin Renate Hutterer lobte die Kinder für ihren Einsatz und meinte kopfschüttelnd: „Man kann gar nicht verstehen, warum Erwachsene so dumm sind, ihren Müll einfach in die Gegend zu schmeißen.“ Den Schulkindern hingegen wurde schon im Heimat- und Sachkundeunterricht das Thema Müll und Müllvermeidung näher gebracht. 

Auch die Gemeinde Zorneding bedankte sich bei den Kindern und stiftete eine zünftige Brotzeit. Vizebürgermeisterin Bianka Poschenrieder erzählte, dass sie von vielen Bürgern angesprochen worden sei: „Ihr seid beim Müllsammeln aufgefallen und habt großen Eindruck gemacht.“ Deshalb überbrachte sie ausdrücklich auch den Dank der Zornedinger Bürger an die fleißigen Buben und Mädchen. Außerdem appellierte sie an die Kinder, auch mit ihren Familien über das Thema Müll zu sprechen, denn „wir wollen doch alle ein schönes Zorneding.“ se

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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