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Droht die nächste Preiserhöhung beim Wasser?

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Im Bereich der VE-München Ost wird wohl eine neue Preiskalkulation für Trinkwasser noch in diesem Jahr durchzuführen sein. © Foto: PantherMedia / jurisam

Der VE-München Ost stellte kürzlich seinen Wirtschaftsplan vor. Zweckgebundene Rücklagen sollten Zukunft sichern

Landkreis – Die Gestehungskosten von Trink- und Abwasser müssen kostendeckend abgerechnet werden. Erst am 1. März 2017 wurde der Trinkwasserpreis um stattliche 37 Cent auf 128 Cent pro Kubikmeter erhöht; mit Mehrwertsteuer zahlt der Verbraucher 1,37 Euro pro Kubikmeter. In seinem kürzlich vorgestellten Wirtschaftsplan wies der VE-München-Ost erneut ein Defizit im Trinkwasserbereich aus. Ferner sollen die für 2018 mit gut 5,7 Millionen Euro geplanten Investitionen zu 85 Prozent mit Krediten finanziert werden. Die Erhöhung des Trinkwasserpreises traf die Kommunen Pliening, Poing, Vaterstetten, Zorneding Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen - in der Summe rund 78.000 Bürger. 

Kürzlich stellte der VE München-Ost seinen Wirtschaftsplan vor. Dabei war im Jahr 2016 ein Ergebnisdefizit von rund 8.100 Euro zu verzeichnen. Für das Jahr 2017 und die folgenden bis 2021 werden wieder negative Ergebnisse von durchschnittlich 100.000 Euro erwartet. Auf Anfrage von Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder, räumte der geschäftsführende Vorstand des VE-München Ost Thilo Kopmann ein, dass eine erneute Preiskalkulation für das Trinkwasser noch in diesem Jahr durchzuführen sei. Seit dem Jahr des Zusammenschlusses der Zornedinger Gruppe und dem Abwasserzweckverband München Ost war ein positives Ergebnis im Betriebszweig Trinkwasser zu verzeichnen. Die Erhöhung des Trinkwasserpreises trifft die Kommunen Pliening, Poing, Vaterstetten, Zorneding, Aschheim, Kirchheim und Feldkirchen. 

Anders gestaltete sich der Betriebszweig Abwasser, bei dem trotz des Finanzpolster von 857.000 Euro, im vergangenen Jahr der Preis pro Kubikmeter um 44 Cent auf 214 Cent stieg. Das Jahresergebnis 2016 lag bei 1,7 Millionen Euro und soll auch in den kommenden Jahren bei durchschnittlich knapp 1,5 Millionen Euro liegen. Insgesamt 13 Kommunen entsorgen ihr Abwasser über die VE München-Ost. Neben den sieben Gemeinden des defizitären Trinkwasserbereichs gehören hierzu die Kommunen Anzing, Egmating, Grasbrunn, Finsing, Kirchseeon, Oberpframmern. Beim Abwasser, dessen Jahresergebnisse seit 2013 sich im sechsstelligen positiven Bereich befinden, sind für heuer Investitionen in Höhe von 5,7 Millionen Euro geplant. Davon sollen nur 2,6 Millionen kreditfinanziert werden. Beim Gesamtergebnis des VE München-Ost gleichen sich die Verluste vom Trinkwasserbereich und die Gewinne vom Abwasserbereich ( 13 Gemeinden – rund 120.000 Bürger) aus, so dass seit dem Jahr 2013 ein positives Ergebnis zwischen knapp 800.000 Euro und 1,7 Millionen Euro zu verzeichnen war. ar

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