Ebersberger Grundschüler in der Corona-Krise

„Ein guter Umgang mit der Krise“

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Auch nach den Pfingstferien rechnet Bär mit dem Wechsel zwischen Präsensunterricht und Homeschooling.

Ebersbergs Schulleiter Alexander Bär stellt Kindern und Eltern ein gutes Zeugnis aus.

Ebersberg – Die Kleinen, von denen wir es am wenigsten erwartet hätten, dass sie mit der Einhaltung der Hygienemaß- nahmen gut zurechtkommen, passen besonders gut auf und sind sehr diszipliniert“, lobte Alexander Bär die Ebersberger Grundschüler. Dennoch hofft er am 8. September das neue Schuljahr unter den gewohnten Bedingungen starten zu können. Sein Wunsch: das optimale Online-Unterrichtsangebot vom Bayerischen Kultusministerium sollte für alle zugänglich sein, weshalb man dort doch bitte die Leistungsfähigkeit von Netzanbindung und Server verbessern sollte. Viele Schüler und Eltern seien verzweifelt gewesen, als versucht habe sich dort einzuloggen.

Insgesamt zollte Schulleiter Bär seiner Schulfamilie Respekt, Anerkennung und Dank für das gute Zusammenwirken in Krisenzeiten. „Im Großen und Ganzen hat alles gut funktioniert. Die Notbetreuung wurde zu Beginn von nur vier bis acht Kindern frequentiert. In den Osterferien war zunächst nur ein Kind zu betreuen, das aber auch nur für drei Tage“, so der Schulleiter. Da inzwischen der Kreis der Notbetreuungsberechtigten Kinder erweitert wurde, kommen mehr Kinder. Ausdrücklich dankte Bär den Verantwortlichen des Ebersberger Klärwerks, die der Schule zunächst genügend Desinfektionsmittel zur Verfügung gestellt hatten. Das stemme man alleine, hätte Bär reagiert, berichtete Bürgermeister Uli Proske. Somit musste der Bauhof beim Aufstellen der Tische und Stühle in ausreichendem Abstand nicht mithelfen. Die Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule basierte zunächst auf dem Austausch der Unterlagen im Fahrradabstellbereich, der zu einer Schleuse umfunktioniert wurde, aber auch per Telefon und schließlich im Chat. „Homeschooling“ ist in Ebersberg angekommen. Um künftig besser auf solchen Krisenmodus vorbereitet zu sein, werden dem Lehrerkollegium Weiterbildungsmaßnahmen im IT-Bereichangeboten.

Dennoch weiß Bär, dass es je nach Altersstufe zwischen zehn und zwanzig Prozent der Schü- ler den Präsensunterricht haben müssen, um entsprechend gefördert werden zu können. Ob für jeden Schüler ausreichend IT-Geräte vorhanden gewesen wären, fragte Marina Matjanovski. Im Prinzip ja, antwortete Bär. Doch nicht jedes Elternhaus sei während der vergangenen 14 Wochen erreichbar gewesen, um hierzu eine Abfrage oder Unterstützung zu starten. Als Matjanovski weiter bohrte, antwortete Bär „Wie wollen Sie die Eltern erreichen, wenn keine Reaktion auf Brief und Anruf erfolgt?“ Man könne nicht auf Verdacht Drucker und PC vor die Türe stellen. Auch nach den Pfingstferien rechnet Bär mit dem Wechsel zwischen Präsensunterricht und Homeschooling. An den wegen der Corona-Pandemie geltenden Kontaktbeschränkungen sollen im Wesentlichen zunächst bis Ende Juni, einigten sich Bund und Länder in Berlin. Am 27. Juli sollen in Bayern die Sommerferien beginnen. ar

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