Grüne Lunge des Landkreises

Ebersberger Forst: Schatztruhe der Artenvielfalt

Exkursion im Ebersberger Forst
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Exkursion im Ebersberger Forst: wo der Forst hinwill und was er dafür braucht

Exkursion im Ebersberger Forst: wo der Forst hinwill und was er dafür braucht

Ebersberger Forst – 50 Teilnehmer waren im Rahmen der Bayern­TourNatur im Ebersberger Forst dabei. LBV-Kreisvorsitzender Bene Sommer startete gleich mit einem Appell: „Der Kampf für den Erhalt unserer Artenvielfalt muss die gleiche Bedeutung wie der Kampf gegen den Klimawandel haben. Wie beim Klimawandel gibt es auch bei der Artenvielfalt einen Kipppunkt. So ist zum Beispiel bei uns im Landkreis der Kiebitz ganz akut vom Aussterben bedroht.“ Aus diesem Grund würde sich Bene Sommer über mehr Artenschutzbotschafter freuen.

Forstbetriebsleiter Dr. Heinz Utschig führt die Naturinteressierten durch den Ebersberger Forst und machte auf die herausragende Bedeutung des Waldes aufmerksam, da der Ebersberger Forst größtenteils unzerschnitten sei, über eine Rückegasse in einen besonders artenreichen 90-100-jährigen Mischwaldbereich.

Über Stock und Stein führte die Exkursion im Ebersberger Forst

Weiter ging es zu zwei neu angelegten Feuchtbiotopen, sogenannten Himmelsweihern, weil sie nur Wasser über den Himmel bekommen. Hierbei wurden die zwei unterschiedlichen Feuchtbiotope in direkter Nachbarschaft für die Förderung der Artenvielfalt erläutert. Das kleine seichtere Feuchtbiotop ist mehr für Amphibien, wie Kröten, Molche und Frösche, und kann im Sommer auch austrocknen.
Bei dem größeren tieferen Biotop können sich zum Beispiel auch Fische ansiedeln. Fischlaich wird oft mittels Enten eingebracht. Von dort ging es zum neuen Nasslager. Vor allem die Zwischenlagerung ermöglicht es den Bayerischen Staatsforsten auf aktuelle Situationen zu reagieren und große Mengen Nadelholz z.B. durch Sturmschäden oder Borkenkäferbefall, pestizidfrei bis zur Nutzung zu lagern.

Wobei Utschig mit großer Erleichterung den Teilnehmern mitteilen konnte, dass der Forst für dieses Jahr in Sachen Borkenkäferbefall „safe“ sei, da es so viel geregnet habe. Zumindest von der Seite sei derzeit keine Gefahr und er könne sogar den staatlichen Forstbetrieben in Nordbayern kollegiale Hilfe bei der Borkenkäferbekämpfung anbieten. Diese würden ihn um den guten Zustand des Ebersberger Forstes beneiden, der von den vielen Niederschlägen bei uns herrühre.
Das letzte Stück der Exkursion führt über Wurzeln und Moose tief in den schattigen Forst zu einem Waldstück, in dem viele Buchen stehen. Durch das Köpfen der Baumkrone wird hier stehendes und liegendes Totholz und somit neuer Lebensraum geschaffen. Hierbei werden die Erkenntnisse, die man zum Beispiel in den Nationalparks zur Förderung der Artenvielfalt gewinnt, auch im Wirtschaftswald umgesetzt. - Eva Maria Wirth/ Bund Naturschutz OG Forstinning

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