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Saisonstart EHC Klostersee: Interview mit Trainer Dominik Quinlan

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Von: Christian Schäfer

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Sonderbeilage im Hallo Ebersberg zum Saisonauftakt des EHC Klostersee
Sonderbeilage im Hallo Ebersberg zum Saisonauftakt des EHC Klostersee © Arne Schultz

Endlich wieder Oberliga: Heute startet der EHC Klostersee gegen Weiden in die neue Saison. Im Interview spricht Coach Dominik Quinlan über die Ziele in der neuen Saison. Alles Wissenswerte über den EHC zum Saisonauftakt lest Ihr in unserer EHC-Sonderbeilage in der Samstagsausgabe

Die Saisonvorbereitung mit sieben Testspielen ist beendet. Wie fällt ihr Fazit über die letzten Wochen aus?

Dominik Quinlan: Den verpatzten letzten Auftritt in Erding einmal ausgenommen, bei dem absolut keiner bei uns auch nur in die Nähe seiner Normalform gekommen ist, definitiv überwiegend positiv. Die Jungs haben sich von Woche zu Woche gesteigert, kompakt verteidigt und mit Leidenschaft gespielt. Genauso, wie wir uns auch in der bevorstehenden Punkterunde dann präsentieren wollen. Sehr zufrieden bin ich auch mit unseren Neuzugängen, die sich allesamt gut eingefügt haben. Nicht so optimal war nur, dass wir nach meiner Erinnerung nur in einem Test wirklich komplett waren und ansonsten immer mehrere Stammkräfte fehlten. Das hoffe ich mal, dass es in den nächsten Wochen und Monaten nicht so weitergeht. Immer wieder mehrere Ausfälle könnten wir nur schwer verkraften, mit unserem nicht überdimensional großen Kader.

Welche Schlüsse lassen die Vorstellungen und Ergebnisse für die bevorstehende Punkterunde ziehen?

Grundsätzlich ist die Vorbereitung natürlich nicht mit den Pflichtspielen zu vergleichen. Und doch denke ich, dass wir auf einem guten Weg sind. Wir haben gegen bestens verstärkte Bayernligisten geprobt, die dort allesamt zum Favoritenkreis zu zählen sind und damit auch potentielle Aufsteiger sein könnten. Gegen die zwei Ligakonkurrenten konnten wir mithalten, das war eine ganz wichtige Erkenntnis. Vor allem, nachdem wir letztlich mit unserer Bayernligatruppe den Sprung nach oben gewagt und versucht haben, die weggebrochenen Eckpfeiler wie Bobby Wren, Bernd Rische, Florian Engel und Gennaro Hördt mit unseren Zugängen zu ersetzen.

Wie ist das eigene Team in der inzwischen weitgehend professionalisierten Oberliga Süd einzuschätzen?

Ich denke, dass wir für unsere Verhältnisse und die finanziellen Möglichkeiten hier ein tolles Team zusammengestellt haben. Wie gesagt: In der Vorbereitung haben wir gesehen, dass es in der Oberliga Süd auch gegnerische Mannschaften gibt, die unsere Kragenweite haben. Wir dürfen nur nicht den Fehler machen, mit den Gegnern mitspielen zu wollen. Eine kompakte Defensive, Leidenschaft und Zweikampfstärke müssen unsere Basis sein, dazu müssen wir uns möglichst schnell an das höhere Tempo und die Intensität der Liga gewöhnen. Das ist in meinen Augen der größte Unterschied zum Spitzenfeld in der Bayernliga. Was passiert, wenn wir diese Basics nicht umsetzen, haben wir im letzten Vorbereitungsspiel gesehen.

Welches Saisonziel hat man als Aufsteiger?

Das ist ganz klar: Oberste Priorität hat der Klassenerhalt. Wir wollen in der Hauptrunde also möglichst zwei Mannschaften hinter uns lassen, dann wäre das durch ein Vermeiden der Playdown-Serie schon vorzeitig geschafft. Ganz ehrlich schielen wir aber mit einem Auge schon auch auf die Pre-Playoffs, also den zehnten Platz. Das wäre für mich drin, wenn wirklich alles optimal läuft, also insbesondere dass wir ohne größere Verletzungssorgen durch die Saison kommen. Es wird bei dem intensiven Programm immer wieder mal einer ausfallen, aber für mehr haben wir wie schon gesagt nicht die Tiefe im Kader. Wir dürfen nicht vergessen, dass alle hier einem Fulltime-Job nachgehen, zur Schule gehen oder studieren. Diese fehlende Doppelbelastung ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil für Teams mit vielen Profis. Ich kann trotzdem versprechen, wir werden gegen keinen Gegner aufs Eis gehen, um zu verlieren. Sollte ein hoher Favorit gegen uns einen schlechten Tag erwischen, werden wir bereit sein.

Wenngleich die Gegner in den letzten sechs Jahren andere waren, trifft der EHC nach dem Aufstieg auf viele alte Bekannte. Welche Gegner zählen zum Favoritenkreis?

Ich denke, dass da ligaweit überwiegend Einigkeit herrscht. Schließlich wird die Favoritenrolle von den Blue Devils Weiden und den Starbulls Rosenheim, die beide in die DEL2 drängen, auch nicht wegdiskutiert. Zu den „Top Vier“ würde ich außerdem die Memminger Indians und den Deggendorfer SC zählen, die auch über sehr gut besetzte Teamkader verfügen

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