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Am Ehrenamt wachsen

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Anna Rätscher findet nur Gutes an ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit.

Auch 2020 geht es weiter mit der Ehrenamtskampagne, die Hallo zusammen mit der Ehrenamtsabteilung des Landratsamtes veröffentlicht. Im ersten Beitrag im neuen Jahr berichtet Anna Rätscher über ihr Engagement für die Grafinger Jugend.

Grafing – „Zum ersten Mal bin ich 2014 mit ehrenamtlichem Engagement in Berührung gekommen, als ich in der Schule auf Klassensprecherfahrt war. Dort hat sich der AKSoR (der Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“) vorgestellt und ich war sehr begeistert davon! Ich fand es total cool, dass sich junge Leute in ihrer Freizeit treffen und große Aktionen wie Spendenveranstaltungen oder eine spontane Demo planen. 

Motiviert von der Idee irgendwas auch außerhalb der Schule bewirken zu können, habe ich etwas später bei den Skatertagen in Grafing angefangen, auf denen ich nach wie vor jedes Jahr gerne zwei Wochen lang arbeite. Und arbeiten ist dabei nicht untertrieben, denn die Betreuung und Bespaßung von Kindern kann wirklich anstrengend sein! 

Trotzdem hab ich mich jeden Abend auf den nächsten Tag gefreut um jemanden Rollerblade-Fahren beizubringen oder ein Basketball Turnier zu veranstalten. Hier hatte ich dann zum ersten Mal ein großes, für zwei Wochen lang festes Team, das ich vorher zwar nicht kannte, aber in dem ich so freundlich aufgenommen wurde, dass das echt egal war. Mit manchen Leuten habe ich einfach nur gerne gearbeitet, aber mit manchen verbindet mich seitdem eine Freundschaft, die auch jetzt noch hält, selbst wenn der andere nicht mehr zu den Skatertagen kommt. Das ist eine Sache, die mir immer wieder im Ehrenamt begegnet: Man trifft so viele interessante und engagierte Leute und findet dabei viele neue Freunde… 

So war es dann auch, als ich meine Jugendleiterschulung absolviert habe und danach erste Vertreterin des Jugendforums in Grafing geworden bin. Wir sind eine Gruppe aus circa 20 Jugendlichen, die sich hier im Landkreis für Toleranz und Gleichberechtigung, aber gegen Rassismus und Extremismus einsetzen. Dabei verwirklichen wir immer wieder schöne Aktionen, die wir selbstständig planen, und wofür wir uns circa alle 2 bis 3 Monate mehrmals treffen. Mal von dem super Team abgesehen, in dem ich wie bereits gesagt wirklich gute Freunde gefunden habe, ist es einfach ein wahnsinnig schönes Gefühl eine Idee zu haben und diese mit viel Hilfe und Arbeit in eine coole Aktion für andere umzusetzen! Egal ob wir ein Fußballturnier, eine Kino Aktion für Schüler über die Gefahren der Islamisierung, Wahlveranstaltungen für Jugendliche zum Informieren oder andere Events durchführen, am Ende steht man immer da und denkt sich „war wieder genial“. 

Denn wenn man am Ende sieht, was man alles bewirken kann und z.B. Menschen zum Lachen bringt oder Kindern eine Freude macht, dann freut man sich selbst umso mehr. Meistens überlegt man auch, was beim nächsten Mal noch besser laufen kann, aber dadurch habe ich auch sehr viel gelernt. Selbst wenn etwas mal nicht klappt, ist das kein Rückschlag, denn man findet immer jemanden der einem hilft oder man plant halt eine andere tolle Aktion. Insgesamt kann ich nur gute Dinge über ehrenamtlichen Engagement berichten! Ich habe so viele Menschen getroffen, auf die ich nicht verzichten will und mit denen mich diese Motivation verbindet, etwas Weitreichendes und Sinnvolles zu tun. 

Außerdem entdeckt man immer wieder neue Interessen oder Seiten, die man vorher vielleicht gar nicht kannte oder die erst durch die Arbeit in diesem Bereich hervorgerufen wurden. Mich persönlich hat mein soziales Engagement nämlich in meiner Berufswahl sehr gravierend beeinflusst! Ich habe nach der Schule einen Freiwilligendienst absolviert und wurde nochmal darin bestärkt, dass ich unbedingt auf diesem Weg bleiben möchte. Selbst wenn mir irgendwann meine jetzigen Tätigkeiten nicht mehr gefallen sollten, werde mich auf jeden Fall auch noch weiterhin engagieren; denn es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten sich irgendwo einzubringen, dass ich bestimmt wieder etwas anderes interessantes und lustiges finden werde!“ red

Termine für Ehrenamtliche 

Rhetorik Rede ABC – Teilnahme am 14. und 15. Februar erforderlich! Anmeldeschluss ist der 31. Januar. Infos unter: https://ehrenamt.lra-ebe.de.

Quelle: Anzeigenzeitungsverlag

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